bleiben sie am ball

Schutz-Maßnahmen für Nagetiere und Vögel

So schön die warmen Temperaturen sind – nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch Kleintiere wie Kaninchen, Meerscheinchen oder Stubenvögel müssen vor Wärme geschützt werden. Nagetiere wie Meerschweinchen oder Chinchillas, Kaninchen und Vögel können nicht über die Haut schwitzen. Sie haben oft nicht die Möglichkeit, sich in kühle Erdlöcher zurückzuziehen, wenn das Gehege dazu keine Möglichkeit bietet. Die drei wichtigsten Regeln sollten daher für jeden Tierhalter lauten: Ständig frisches Wasser anbieten, Schatten im Gehege und hierbei bedenken, dass die Sonne wandert. Ausreichende Belüftung ist wichtig ohne dass das Tier Zugluft ausgesetzt wird. Sollte die Wärme in Deutschland nochmal „zuschlagen“, hier einige wertvolle Tipps:

  • Sorgfältiger als bisher auf die Hygiene achten: Futterreste immer gleich entfernen, denn sie verderben jetzt besonders schnell! • Gehege an heißen Tagen häufiger als sonst reinigen und auch weniger Einstreu verwenden: Staub in Kombination mit angestauter Hitze erschwert das Atmen, außerdem können die Tiere die Streu leichter zur Seite schieben und es sich auf dem kühleren Boden bequem machen.
  • Gehegedächer können zur Kühlung mit feuchten Tüchern abgedeckt werden, aber immer so, dass noch ein Luftaustausch stattfinden kann. Ein Schlafplatz aus Keramik oder Sand (aus dem Kühlschrank) sorgt für Abkühlung und wird gerne angenommen.
  • Eine Bodenfliese oder ein Ziegelstein bietet Nagern und Kaninchen eine kühle Liegefläche. Vögel nehmen gerne eine bereitgestellte Bademöglichkeit (z. B. handelsübliches Badehäuschen) an oder genießen eine Dusche mit einem Pumpsprüher für Blumen.
  • Tiere, die in Freigehegen leben, regelmäßig auf Madenbefall kontrollieren! Verschmutztes Fell gründlich reinigen und kürzen, denn Fliegen legen in verunreinigtem und kotverklebten Fell im Afterbereich gern ihre Eier ab. Die geschlüpften Maden fressen sich tief in die Haut – dieser Madenbefall (Myiasis) schädigt das Tier massiv und lebensgefährlich!
  • Vorsicht vor Zugluft auch durch Ventilatoren! Sittich, Hamster und Co. können sich leicht erkälten oder eine Augenentzündung bekommen.
  • Anzeichen für eine Überhitzung sind Teilnahmslosigkeit, rasches und flaches Atmen, Zuckungen oder Krämpfe, Taumeln oder sogar Bewusstlosigkeit. Das Tier sofort in den Schatten bringen, Wasser anbieten und vorsichtig mit etwas Wasser besprühen. Unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen, der dann weitere Maßnahmen einleiten kann. ©bundestieraerztekammer.de

Ohrenentzündung kann die Folge einer Allergie sein

Seit Tagen kann Rüde Paul nicht von seinen Ohren lassen und bearbeitet die Lauscher mit seiner Pfote. Besonders wenn es warm ist, sollten Tierhalter das Ohr wöchentlich kontrollieren und bei Bedarf reinigen. Hierfür sollten nur spezielle flüssige Ohrenreiniger verwendet werden. Fragen Sie in Ihrer Praxis/Klinik nach. In keinem Fall sollten Sie Ohrenstäbchen benutzen, da ein Verletzungsrisiko besteht und der Schmutz nur tiefer ins Ohr befördert wird. Auch von öligen oder alkoholischen Ohrreinigern ist abzuraten. Rassebedingt gibt es Hunde, die eher zu Ohrentzündungen neigen aufgrund von engen Gehörgängen (Shar-Pei), übermäßigem Haarwuchs (Pudel), vermehrten Drüsen (Cocker Spaniel) oder erhöhter Feuchtigkeit (Schwimmer; Labrador). Eine Ohrenpflege, die der Tierhalter selber vornehmen kann, ist dann eine gute Vorsorge.

Doch es gibt auch andere Faktoren: Hormonelle Störungen, Autoimmunerkrankungen, Fremdkörper (Granne), Ohrmilben u.a. können eine Gehörgangentzündung auslösen. Allergien sind aber laut Dermatologen mit Abstand die häufigsten Auslöser. Zu den typischen Erregern einer Allergie zählen in der warmen Jahreszeit Milben und Pollen. In ländlichen Gegenden gehören nicht selten Schimmelpilze sowie Pferdehaare und -schuppen zu den Allergieauslösern. Aber auch in der Ernährung kann es Allergieauslöser geben, beispielsweise Rindfleisch oder Milchprodukte.

Bei einer Allergie ist die Entzündung nur ein Symptom, das zwar behandelt werden kann, aber stets wiederkehrt. Vermehrtes Kratzen führt dann schnell zu Hautinfektionen – die Tiere scheuern die sensiblen Stellen auf und Bakterien gelangen in die Wunde. Bakterien und Hefen sind schnell an einer Gehörgangentzündung beteiligt. Vor allem „Pseudomonas“ ist ein gefürchteter, weil schwierig zu bekämpfender Keim im Ohr.

Pauls Ohr wird gereinigt. Nach einer medikamentösen Behandlung und regelmäßigen Ohrspülungen ist der Juckreiz vergessen. Wenn Paul aber sein Jucken dauerhaft loswerden will, ist Spurensuche angesagt. Dazu  gehört ein Bluttest und im besten Fall auch ein Allergietest. Der Übeltäter ist entdeckt: eine bestimmte Pollenart. Hier ist es möglich, mit einem Spezialshampoo die Konzentration der Pollen im Fell zu verringern.© presse-punkt.de

Leishmaniose | Herzwurm: Mücken nicht unterschätzen

Mücken sind zum Teil berühmt berüchtigt. Je nach Art können sie beim Blutsaugen unterschiedliche Erreger auf Hunde übertragen: Stechmücken etwa die Larven von Haut- und Herzwürmern, Sandmücken den Erreger der Leishmaniose. Ein Schutz ist vor allem für Hunde wichtig, die in den Süden reisen, denn dort sind die von Mücken auf Hunde übertragenen Erkrankungen weit verbreitet. Aber auch Hunde aus Spanien, Italien oder Griechenland, die in Deutschland ein neues Zuhause gefunden haben, können unbemerkt Parasiten in sich tragen oder bereits an Leishmaniose erkrankt sein.

Grundsätzlich ist es daher ratsam, Hunde aus dem Ausland bereits vor ihrer Einreise nach Deutschland auf bestimmte Erkrankungen zu testen, um das Risiko einer Verbreitung von gefährlichen Parasiten zu verringern. Da es jedoch auch noch kurz vor Abreise zur Infektion kommen kann, sollte ein Tierarzt etwa 6-8 Monate nach Ankunft einen Nachtest machen. Werden Herzwurmlarven im Blut gefunden, können diese mit einem speziellen Präparat behandelt werden. Auch die Leishmaniose sollte früh erkannt werden.

Schutz gegen die fiesen „Moskitos“

Gegen Stech- und Sandmücken helfen abwehrende Antiparasitenmittel in Form von Halsbändern, „Spot-On-Präparate“ (Tropfen). Gegen Leishmaniose ist auch zusätzlich eine Impfung möglich. Ob dies für Ihr Tier in Frage kommt, besprechen Sie am besten mit Ihrem Tierarzt. Grundsätzlich sollte der Hund in der Dämmerung und abends im Haus bleiben und unter einem feinmaschigen Moskitonetz schlafen. Sandmücken, die die  Leishmaniose übertragen, sind nämlich so klein, dass sie handelsübliche Insektengitter passieren können.

Was ist Leishmaniose?

Leishmanien sind Blutparasiten, die bestimmte Immunzellen infizieren und dann durch die fehlgeleitete Immunantwort die Organe des Hundes angreifen. Sie befallen insbesondere die Haut, das Knochenmark sowie die Lymphknoten und schädigen die Nieren. Die Erkrankung zeigt sich in Form von Hautveränderungen und Abmagerung. Die Leishmaniose kann nicht geheilt werden.  © Textquellen: gesundheit.bayer.de/ | de.virbac.com

Schilddrüsen-Überfunktion: Oft zu lange unentdeckt.

Die Schilddrüsenüberfunktion (feline Hyperthyreose) gilt als häufigste hormonelle Störung bei der älteren Katze. Ursächlich sind in den meisten Fällen gutartige Knoten bzw. tumoröse Veränderungen, die in den Schilddrüsenlappen zu finden sind. Es kommt zu einer vermehrten Ausschüttung der Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3), die den Organismus stark belasten.

Meist wertet der Tierhalter die langsame Veränderung am Tier eher als harmlose Alterserscheinung, weshalb die Erkrankung gefährlich lange unentdeckt bleibt.

Beispielsweise kann es zu struppigem, glanzlosem Fell kommen. Auffällig ist für Tierhalter meist eine erhöhte Nahrungsaufnahme des Tieres (Polyphagie) bei gleichzeitigem Gewichtsverlust. Die Katze zeigt sich aktiv, eher ruhelos und es kann zu einem auffälligem Trinkbedarf und gesteigertem Urinieren kommen. Wird die feline Hyperthyreose nicht behandelt, schadet sie dauerhaft dem Tier und endet aufgrund der Folgeerkrankungen tödlich. Da das klinische Bild der felinen Hyperthyreose vielseitig sein kann, ist eine gründliche Diagnostik vonnöten.  Andere Erkrankungen müssen ausgeschlossen oder Folgeerkrankungen als solche identifiziert werden.

Da die Schilddrüsenüberfunktion bei der Katze ursächlich ist für eine Reihe von Folgeerkrankungen, wird (z.B. mittels Ultraschall) die Herzfunktion und anhand des großen Blutprofils u.a. auch die Leber- und Nierenfunktion überprüft.

Vorzugsweise werden Thyreostatika in Tablettenform verwendet, die sich in der Dauertherapie bewährt haben. Das Medikament stört die Hormonproduktion in den Schilddrüsenzellen. Zur genauen Einstellung der Medikation sind weitere Blut-Überprüfungen in regelmäßigen Abständen nötig. Alternativen zur Tabletten-Einnahme kann eine Suspension (Saft) sein sowie ein medizinisches Katzenfutter, das die Katze allerdings mögen und ausschließlich fressen muss. Möglich, aber selten ist eine Radiojodtherapie, die aufgrund der in Deutschland strengen Strahlenschutzverordnungen nur wenig durchgeführt wird. Die Katze müsste zwei bis drei Wochen in Isolation verbringen.

Ein chirurgischer Eingriff (Thyreoidektomie) muss tierärztlich genau abgewogen werden. Er kann zu einem effektiven Ergebnis führen, dennoch birgt er Risiken. Ob eine Operation sinnvoll ist, entscheidet der Tierarzt. Übrigens: Katzen, die an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, könnten eine bisher nicht entdeckte Nierenschwäche aufweisen. Deshalb sind nachfolgende Kontrolluntersuchungen seitens der Tierarztpraxis nötig.   © presse-punkt.de

Wann benötigt mein Tier Kortison?

Die meisten Tierbesitzer haben es bereits erlebt, dass ihr Tier kurzzeitig Kortison bekommen hat. Künstliche Kortisone helfen dem Körper, mit verschiedenen Arten von Entzündungen fertig zu werden, zum Beispiel  bei ganz bestimmten Hautekzemen oder einigen Formen der Gelenkentzündungen.

Kortisone wirken entzündungshemmend, juckreizstillend und sie mindern bestimmte Symptome einer Allergie. Oftmals werden so genannte Kurzzeit-Kortisone verwendet. Sie werden in der Regel injiziert oder in Tablettenform verabreicht. Kortisone sorgen dafür, dass die Symptome kurzzeitig abklingen. Bei einer Allergie ist es auf Dauer wichtig, dem Problem auf den Grund zu gehen und die Ursache der Allergie zu finden.

Was ist eigentlich Kortison?

Der Körper stellt in der Nebennierenrinde eigenes Kortison her. Es ist ein Sammelbegriff für verschiedene Hormone, die für bestimmte Körperfunktionen verantwortlich sind. Kortisone beeinflussen u.a. die Leber, die Konzentration bestimmter Bluteiweiße und den Blutzuckerspiegel. Auch die Magensaftproduktion und die Wasserausscheidung in der Niere werden mitgesteuert.

Bei Kortison-Langzeitbehandlungen muss der Tierhalter sich ausführlich in der Tierarztpraxis beraten lassen, um Organschäden abzuwenden. Außerdem sind hier Blutuntersuchungen und Kontrolle von Leber- und Nierenwerten nötig. Bei einer Kortisonbehandlung kommt es beim Tier zu einem erhöhten Urinaufkommen und somit zu einem erhöhten Trinkbedürfnis. Da der Stoffwechsel angeregt wird, verspürt es ein größeres Hungergefühl. Hier sollte der Tierhalter aufpassen, dass Futterrationen beibehalten und Leckereien (z.B. „Leberwurstkugeln“ für den Medikamententransport) angerechnet werden – es sei denn, Ihr Tierarzt hat ausdrücklich eine Gewichtszunahme verordnet. © presse-punkt.de

Wurm-Check: Regelmäßige Überprüfung

Wurmsaison ist immer: Weil Würmer als sogenannten Endoparasiten im Darm oder anderen inneren Organen ihres Wirtes schmarotzen, können Hund und Katze ganzjährig befallen werden. Von besonderer Bedeutung sind dabei Spulwürmer und Bandwürmer, da sich auch der Mensch infizieren kann. Vor allem Spulwürmer kommen häufig vor. Die Ansteckung kann auf vielen Wegen erfolgen: Wurmeier können zum Beispiel draußen bei Spaziergängen aufgenommen, aber auch an den Schuhen des Besitzers mit in die eigenen vier Wände hereingetragen werden. Auch die Fütterung von frischem Fleisch (BARF) birgt ein Infektionsrisiko. So empfiehlt es sich, eine regelmäßige Parasitenprophylaxe durchzuführen. Die Häufigkeit richtet sich nach dem individuellen Risiko Ihres Tieres und kann mit dem Tierarzt besprochen werden. Besonders bei jungen, sehr alten und immunschwachen Tieren ist ein Wurmbefall kritisch.

Eine Entwurmung tötet die vorhandenen Würmer und Larvenstadien. Statt der regelmäßigen Entwurmung mit einer Tablette gibt es beim Tierarzt die Möglichkeit, eine Kotprobe auf Parasiten mittels mikroskopischer Untersuchung auf Wurmeier untersuchen zu lassen. Erst dann, wenn ein Wurmbefall vorliegt, kommt die Tablette der Entwurmung zum Einsatz. Da nicht alle Wurmeier mit gleicher Häufigkeit ausgeschieden werden, ist es nötig, eine Sammelkotprobe zu untersuchen. Dazu muss über mindestens drei Tage der Kot des Tieres gesammelt werden.

Für Tiere mit einem durchschnittlichen Infektionsrisiko ist eine Wurmprophylaxe oder Kotuntersuchung mindestens alle drei Monate ratsam.  Warten Sie nicht ab: Mit dem bloßen Auge kann man einen Wurmbefall nur in seltenen, schwerwiegenden Fällen an seinem Tier erkennen. Hinweise können breiiger Kot und Durchfall oder stumpfes Fell sein.

Würmer können im Körper mehrere Meter lang werden. Damit es aber erst gar nicht so weit kommt, und um vor allem eine Übertragung auf Menschen zu verhindern, ist es wichtig, das Tier regelmäßig checken zu lassen. © Quelle: bundestieraerztekammer.de

Fellpflege ist nicht nur Kosmetik, sondern Vorsorge!

Im Frühjahr steht bei vielen Hunden der Fellwechsel an. In dieser Zeit ist das Bürsten äußerst wichtig, damit die Durchblutung der Haut gefördert wird. Auf diese Weise unterstützt der Tierhalter das Haarwachstum und vor allem die Haarregeneration.

Das Kämmen und Bürsten beugt Verfilzungen vor, die die Atmung der Haut erschweren. Solche kleinen und großen „Fellknoten“ sind nicht zu unterschätzen, denn sie begünstigen Hautentzündungen und Ekzeme. Auch sind sie beliebte Aufenthaltsorte für Parasiten. Doch nicht nur das regelmäßige Kämmen gehört zu einer wichtigen Gesundheitsprophylaxe. Ohrentzündungen gerade bei langhaarigen Tieren kann der Tierfreund vorbeugen, indem er darauf achtet, dass Haare nicht den Gehörgang verschließen.  Auch die Afterpartien sollten frei von Haaren sein. Über die Ballen und Krallen hinaus sollten die Haare an den Pfoten nicht wachsen. Zwischen den Ballen dürfen nur Verfilzungen entfernt, aber keine Haare geschnitten werden, da sonst die Haut zwischen den Zehen durch Haarstoppel gereizt wird.

Der Tierarzt gibt gerne Tipps, wo die Schere zum Einsatz kommen sollte. Wenn Bello durch schlammige Erde gelaufen ist, genügt eine Bürste nicht, da sich der feste Schlamm zwischen den Zehen festsetzt. Dann heißt es: ab ins Pfoten-Bad. Warmes Wasser reicht zur Spülung völlig aus.

Positiv auf Haut und Haar, besonders im Fellwechsel, wirken sich hochwertige Vitaminpräparate aus, ebenso ein Futteröl, das reich an essenziellen Fettsäuren ist. „Essenziell“ bedeutet, dass der Organismus diese Stoffe nicht selber herstellen kann. Geben Sie Ihrem Tier solche Futterergänzungen aber nicht ohne Absprache mit Ihrem Tierarzt. © presse-punkt.de

Arthrose: Es ziept und keiner merkt‘s!

Benny zögert beim Sprung ins Auto. Zuweilen steht er auch gemächlicher auf oder humpelt leicht nach dem Ruhen. Nur ganz kleine Anzeichen sind es, die auf eine Arthrose hindeuten können. Denn meist ertragen Hunde und Katzen einen ansteigenden Schmerz ohne Murren, Lahmen oder andere Auffälligkeiten. Dennoch ist es so wichtig, die Hinweise zu erkennen. Je früher die Entstehung einer Arthrose behandelt wird, desto besser.

Arthrose entsteht bei unseren Haustieren u.a. durch Übergewicht und schlechtere Versorgung des Knorpelgewebes im Alter. Aber auch ausgelöst durch ein Umknicken oder einen Stoß oder sogar durch ungleich wachsende Knochen entsteht eine Arthrose. Der Körper bildet zusätzlichen Knorpel und Knochensubstanz, um die Belastung abzuschwächen. Aber auf Dauer leidet das Gelenk, denn die gebildeten Wucherungen schränken die Bewegungen ein. Bindegewebsfasern verlieren zusätzlich ihre Elastizität. Z.B. ist es möglich, im Kniegelenk Knorpelwucherungen nach einem Sturz in einem Eingriff zu entfernen. Sollte eine OP nicht möglich sein, z.B. an Wirbelgelenken oder aufgrund des Alters, sollte das Tier eine Schmerztherapie bekommen. Vorwiegend werden Medikamente eingesetzt, die „Schmerzhormone“ (Prostaglandine) abblocken, so genannte „Prostaglandin-Hemmer“ mit dem Vorteil schwacher Nebenwirkungen. Für Osteoarthrose-bedingten Schmerzen bei Hunden und Katzen gibt es auch neu entwickelte Injektionen zur Schmerztherapie.

Zur Unterstützung haben sich auch Muschelextrakte zur Stärkung des Bindegewebes und des Gelenks bewährt. Da solche Präparate nicht nur Gelenks-Hilfssubstanzen, sondern auch Mineralien und Vitamine enthalten, sollten Sie nicht überdosiert werden. Auch homöopathische Mittel können unterstützend helfen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Tierarzt.

Hilfreiche Maßnahmen bei anfänglicher Arthrose kann die begleitende physikalische Therapie sein: Schwimmen, Massagen oder sogar kontrolliertes Lauftraining. Auch eine Magnetfeldtherapie kann sinnvoll sein, ebenso wie Akupunktur. Derartiges sollten Sie ausschließlich von einer tierärztlich geführten Praxis durchführen lassen. © presse-punkt.de

Buntzecke breitet sich aus!

Mit dem gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus), der in Deutschland wohl bekanntesten Art, der Schildzecke, haben sicher nahezu alle HundebesitzerInnen bereits Bekanntschaft gemacht. Doch eine aktuelle Studie kommt nun zu dem Ergebnis, dass auch die sogenannte Buntzecke (Bild, Dermacentor reticulatus) immer häufiger anzutreffen ist.

In den 70er-Jahren noch eine Rarität, hat das auch als Wiesen- oder Auwaldzecke bekannte Spinnentier Deutschland im Rahmen eines überaus erfolgreichen „Feldzugs“ innerhalb der letzten 50 Jahre nahezu flächendeckend erobert. Die Studie unter der Leitung von Professorin Dr. Christina Strube vom Institut für Parasitologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) war 2019 ins Leben gerufen worden, um die Verbreitung der Buntzecke in Deutschland zu analysieren. Als Buntzecke ist diese Zeckenart an ihrer typischen emailleartigen Marmorierung erkennbar. Besonders wohl fühlt sie sich außerhalb ihres Wirts in Lebensräumen wie Wiesen und Grünstreifen sowie Übergangszonen am Waldrand.

Für den Menschen gilt die Buntzecke als relativ ungefährlich. Zwar kann sie Krankheitserreger wie das Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)-Virus oder Rickettsien (Bakterien) übertragen, allerdings sticht das Tier den Menschen nur äußerst selten, entsprechend gering ist ein Infektionsrisiko.

Hauptwirt der Buntzecke ist stattdessen der Hund, für den der Blutsauger nicht nur lästig, sondern unter Umständen sogar lebensbedrohlich werden kann. Grund hierfür ist eine mögliche Übertragung von Babesien, also einzelligen Parasiten, die die roten Blutkörperchen befallen und zerstören. Unbehandelt führt die Hundebabesiose häufig zum Tod des Tieres. Selbstverständlich führt nicht jeder Kontakt mit einer Zecke automatisch zu einer Babesiose, zumal Hundebabesien in Deutschland gegenwärtig offenbar noch selten vorkommen. Dennoch ist es aufgrund der flächendeckenden Verbreitung der Buntzecke sowie des lückenhaften Wissens über das Vorkommen von Babesien ratsam, Hunde mit wirksamen Antiparasitika gegen einen Stich zu schützen. © www.esccap.de

Freiflug und Gesellschaft für Ziervögel nötig.

Kleine Käfige mit nur einem einzigen Sittich haben lange ausgedient. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF)  empfiehlt großzügige Haltungssysteme, in denen die Vögel Platz zum Fliegen und Baden finden. Besonders ideal ist eine Kombination von Innen- und Außenvoliere. „Die Unterbringung in zu kleinen Käfigen behindert die Tiere in ihrem Flugbedürfnis und bedeutet Leiden“, sagt Claas Sascha Züpke, Vorsitzender der ZZF-Fachgruppe Heimtier-Großhandel und Zucht- und Vogelexperte. Er weist darauf hin, dass fast alle Ziervögel gesellig leben und einen Partner brauchen. „Ein Einzeltier wird nicht artgerecht gehalten und verkümmert seelisch. “

Vögel brauchen auch Abwechslung: Ideal sind frische Zweige zum Beknabbern. Als Sitzstangen sollten Naturäste in unterschiedlichen Stärken angeboten werden, damit die Füße immer wieder eine andere Stellung einnehmen können und so die Fußmuskulatur gefördert wird. „Stangen aus Kunststoff sind eher ungeeignet, da durch den immer gleichen Durchmesser dieselben Stellen der Füße belastet werden, was zu entzündlichen Geschwüren und Fehlstellung der Krallen führen kann“, betont Claas Sascha Züpke.Schaukeln aus Sisal können zusätzlich angeboten werden. Für weitere Abwechslung sorgen Ziervogelhalter mit Zusatzfutter wie Obst, Gemüse und Beeren.

Grundsätzlich kann ungeeignetes Zubehör oder zu wenig Beschäftigung zu Apathie, Adipositas, Frustration oder sogar Selbstverstümmelung führen. Auf gar keinen Fall gehören Spiegel und Plastikvögel in die Voliere!

Wellensittiche halten ihr Spiegelbild und das Plastiktier für einen Partner, den es zu füttern gilt. Dafür würgen sie immer wieder Futter hoch. Dieses Verhalten kann zu einer Kehlkopfentzündung führen, die auf jeden Fall medizinisch behandelt werden muss.

Vögel benötigen bei einer Käfighaltung ausreichend Freiflug. Ideal wäre es, wenn sie am Tag mindestens vier Stunden in der Wohnung umherfliegen könnten. Allerdings müssen zunächst alle Gefahrenquellen im Haushalt wie heiße Herdplatten, geöffnete Fenster oder Gardinenkordeln, in den sich die Tiere erdrosseln können, gebannt werden. © https://www.zzf.de/

Haustiersuche: Große Gefahr bei Online-Käufen.

Auf der Suche nach einem Welpen fallen derzeit viele Menschen ungeahnt auf einen illegalen Welpenhandel rein. Die Zahlen des Deutschen Tierschutzbundes sprechen Bände: Einer noch laufenden Auswertung zufolge hat sich die Zahl der bekannt gewordenen, illegal gehandelten Hunde von 2019 zu 2020 mehr als verdoppelt. „Noch immer werden betroffene Tiere für das vergangene Jahr gemeldet – und auch 2021 reißen die Fälle nicht ab“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Tierschutzbundes (www.tierschutzbund.de).

Die Tarnung der Händler ist exzellent: Es sieht meist wie ein privater Verkauf oder sogar als der Verkauf eines seriösen Züchters aus. Wirklich sicher kann man nur sein, wenn der Züchter über den Verband für Deutsches Hundewesen gefunden wird: www.vdh.de

Doch es stellt sich oft die Frage, ob es tatsächlich ein Welpe sein muss. Junghunde und Hunde mit unterschiedlichen Temperamenten warten im Tierheim auf ein neues Leben. Vielfach kann das Tierheim gut informieren, welchen Charakter das Tier hat, ob es Kinder mag, wie lauffreudig es ist oder ob ein großer Jagdtrieb vorliegt. Tierheime haben ein Interesse daran, dass Mensch und Tier zusammen passen, damit das Tier nicht wieder im Tierschutz landet. Und wenn das Tierheim nicht weiterhelfen kann, hat es meist seröse Kontaktstellen, wo man seinen Traumhund finden kann. Das gilt übrigens auch für alle anderen Tierarten: Katzen, Vögel oder Nager.

Der anonyme Handel übers Internet sei besonders problematisch, so der Deutsche Tierschutzbund. Hier gäbe es noch keine gesetzliche Regulierung. Dank Corona macht es keinen stutzig, wenn die Welpen draußen vor einem Wohnhaus übergeben werden.

Der Blick auf die Mutterhündin ist meist nicht möglich, oder es wird ein anderer Hund präsentiert. Die Wirklichkeit sieht anders aus: „Neben dem seelischen Leid,  das die Welpen erleiden müssen, kommt es bei vielen zu schweren Krankheitsverläufen. Durch die widrigen Haltungsbedingungen in den ‚Zuchtfabriken‘ entsteht ein enormer Infektionsdruck, gleichzeitig werden die Tiere nicht geimpft oder medizinisch versorgt und zusätzlich viel zu früh vom Muttertier getrennt“, erklärt Dr. Romy Zeller, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. © presse-punkt.de

Infos zum Thema:

tierheime-helfen.de/welpenhandel

tierheime-helfen.de/bereit-fuer-ein-haustier

tierheime-helfen.de/tiervermittlung

vdh.de/welpen/zuechter-suche

Tularämie: Haustiere könnten sich anstecken

Den Kontakt mit toten Hasen, Wildkaninchen, aber auch Ratten, Mäusen oder Eichhörnchen im Feld oder am Wegesrand sollten Spaziergänger meiden. Das gilt auch für den Hund und die Katze. Immer wieder gibt es Fälle der Hasen- oder Nagerpest (Tularämie), eine bakterielle Erkrankung, die zu den meldepflichtigen Tierseuchen gehört. Insgesamt stuft das Labor für klinische Diagnostik „Laboklin“ die Erkrankung an Hunden und Katzen als „selten“ ein. Dennoch gibt es immer wieder Wellen von steigenden Zahlen der Hasenpest. Brisant ist die Tularämie, weil sie hochansteckend ist, tödlich enden kann und zu den Zoonosen gehört, also von dem infizierten Wildtier auf den Menschen übertragbar ist.

Eine Ansteckung kann nicht nur direkt am toten Tier im Feld, also direkt über das Fleisch oder infiziertes Blut oder den Kot, erfolgen. Der Vierbeiner muss  das tote Tier nicht unbedingt fressen, der Kontakt mit dem kranken Wildtier kann ausreichen. Über kleine Risse in der Haut kann der Erreger bei Hund oder Mensch eindringen. Haustiere und Menschen können sich auch mit Tularämie über einen Zeckenbiss oder über Mücken, Flöhe, Läuse oder Milben anstecken. Hier schützen Parasitenblocker (beim Hund: Spot-on, Kautabletten, Anti-Parasiten-Halsband). Auch das Schlabbern an Pfützen im Wald, was so mancher Bello gerne tut, birgt neben anderen Krankheitserregern das Tularämie-Risiko. Möglich ist auch die Übertragung durch Einatmen von kontaminiertem aufgewirbeltem Staub, Heu oder Erde. Hauptgruppe der Gefährdeten sind Jäger*innen und Jagdhunde sowie Metzger*innen, die mit rohem Wildfleisch in Kontakt kommen. Dennoch sollte jeder Hundehalter um die mögliche Ansteckung wissen. Bei dem Haupterreger handelt es sich um das Bakterium Francisella tularensis. Es hält sich gut bei Kälte, ist wärmeempfindlich und wird durch Desinfektionsmittel zerstört.

Nager wirken meist apathisch, zeigen wenig Fluchtverhalten und vergrößerte Lymphknoten. Hunde und Katzen haben plötzliches Fieber, wenig Appetit, vergrößerte Lymphknoten und zeigen sich schlapp. Auf Zunge und im Rachen können Hautveränderungen (Läsionen) auftreten. Möglich ist eine Gelbfärbung der Haut und der Schleimhaut. Beim Menschen sind die Symptome grippeartig. Bei einer rechtzeitigen Erkennung wird mit Antibiotika behandelt. Gefährlich sind auftretende Lungenentzündungen. Oftmals findet die Infektion durch einen Zeckenbiss statt. Die Einstichstelle ist meist entzündet. Auffällig sind geschwollene Lymphknoten. Bei solchen Anzeichen nach einem Zeckenbiss sollte daher neben einer möglichen Borreliose auch Tularämie abgeklärt werden. ©presse-punkt.de

Gesunde Leckereien für Kaninchen

Wenn Tierfreunde ihr Kaninchen gut ernähren wollen, sollten sie darauf achten, Frischfutter zu verwenden. Die im Zoo-Fachhandel üblichen Leckerlis wie Joghurt-Drops, Ringe oder Knabberstangen sind überflüssig und ungesund. Kaninchen-Halter sollten lieber zwei bis drei Mal die Woche Obst anbieten. Hier einige Beispiele: Weintrauben (ohne Kerne), Äpfel, Birnen, Kiwi oder auch Erdbeeren (nur ein Viertel pro Tier), Heidelbeeren, Stachel- oder Brombeeren.

Etwa 20 Gramm getrocknete Kräuter pro Woche sind ein tolles Leckerchen für den Nager. Denn Dill, Kamille, Melisse oder Pfefferminzblätter sind viel gesünder als Salzlecksteine, weil sie natürliche Mineralien und Salze spenden.

Das Grundnahrungsmittel für Kaninchen ist Heu, das viele Mineralien und Vitamine enthält. Es muss frisch riechen und leicht grünlich sein. Der hohe Rohfaseranteil ist gut für den Darm, und zudem werden die Backenzähne beim Kauen abgerieben. Grünfutter wie beispielsweise Gras, Löwenzahn, Bärenklau oder Kamille können Kaninchenhalter zwei Mal am Tag anbieten. Der Rest, der nicht mehr gegessen wird, sollte aus dem Gehege entfernt werden. Auch Gemüse wie Fenchel, Gurke, rote Beete, Brokkoli, Stangensellerie oder Möhren sind empfehlenswert für die drolligen Hausbewohner.

Wer Frischfutter anbieten möchte, sollte zunächst mit kleinen Mengen ausprobieren, ob das Tier die Kost verträgt. Mit allen Kohlsorten sollten Tierhalter besonders aufpassen, denn so mancher Kohl kann einen Blähbauch hervorrufen! Ein besonderes Vergnügen für die Nager und deren Schneidezähne sind Zweige von Birke, Erle, Johannisbeerbüschen oder auch von Apfel- oder Kirschbäumen. Hartes Brot sollten Kaninchen-Freunde nicht anbieten – das macht nur dick.

Übrigens: Wenn ein Kaninchen mit Frischfutter abwechslungsreich versorgt wird, braucht es kein Trockenfutter. Wollen Kaninchen-Besitzer dennoch nicht auf die Zugabe von Trockenfutter verzichten, so sollten sie nicht mehr als einen Teelöffel pro Tag verfüttern.  © presse-punkt.de

Kotabsatz bei der Katze überprüfen

Verantwortungsvolle Tierhalter haben ein Auge auf den Kotabsatz des Tieres. Zum einen kann Durchfall ein Indikator für diverse Erkrankungen sein, zum anderen sollte der Tierhalter auch bei ersten Anzeichen einer Verstopfung den Tierarzt zu Rate ziehen. Gerade bei älteren Katzen ist eine Verstopfung keine Seltenheit.

Frühes Erkennen seitens des Tierbesitzers kann viel Leid und Geld sparen. Warten Sie allzu lange mit dem Tierarztbesuch, kann sich „Steinkot“ bilden. Je länger der Kot im Darm verweilt, desto mehr Wasser wird ihm entzogen – er wird immer härter. Dieser Steinkot kann dann oft nur noch durch eine Operation aus dem Darm entfernt werden. Kommt die Katze hingegen rechtzeitig zur Behandlung, kann der Tierarzt den Kot auspülen.

Generell hat die gesunde Katze einen festen Kot. Bedingt durch ihre Vorfahren, die aus Halbwüsten und Steppen stammen, entzieht der Körper dem Exkrement Wasser, um möglichst viel Flüssigkeit für den Organismus zu nutzen. Verstopfung ist nicht nur quälend und schmerzhaft, sondern es kann neben dem Steinkot auch zur Erweiterung des Enddarms führen, was wiederum den Kotabsatz erschwert. Die Ursachen für eine Verstopfung ermittelt der Tierarzt mit Ihnen gemeinsam. Möglich sind u.a. Beckenverformungen, Haarballen, Fremdkörper, Narben, Nervenschäden und auch psychische Probleme. Aber an erster Stelle stehen ein ungeeignetes Futter (Rohfasermangel), eine zu geringe Wasseraufnahme und zu wenig Bewegung oder die Kombination aus diesen Faktoren. Hier ist Ihre Absprache mit dem Tierarzt von großer Bedeutung.

Eine wichtige Maßnahme: Stellen Sie mehrere Trinkquellen auf, z.B. Zimmerbrunnen, Glaskugeln mit Wasserpflanzen oder schlichte Trinknäpfe. Auch hier müssen Sie ausprobieren, was gefällt. Generell bevorzugen Katzen nicht an der Stelle zu trinken wo sie fressen. Zusätzlich: Halten Sie Ihre Katze auf Trab – Spielen fördert und fordert Ihr Tier. Bewegung ist wichtig, damit der Darm nicht träge wird. Binden Sie die Spielmaus an den Faden und los geht‘s – am besten jeden Tag! Probieren Sie aus, mit welchem Spielzeug Sie Ihrem kleinen Tiger imponieren können. Das festigt auch die Bindung. ©presse-punkt.de

Aufgepasst bei Leckereien!

Plätzchen, Kuchen und andere Süßigkeiten: Besonders in der Weihnachtszeit kann es passieren, dass Hund oder Mieze eine Leckerei vom Keksteller klaut oder der vierbeinige Fratz etwas zugesteckt bekommt. Tierhalter sollten hier penibel darauf achten, dass dies nicht vorkommt. Denn: Hier kann es zu schweren Vergiftungen kommen. Gefährdend fürs Tier ist insbesondere „Xylitol“, welches als Zuckeralternative längst populär geworden ist. Nicht nur zu finden in zuckerfreien Kaugummis; auch die Verwendung von Xylitol in selbst gebackenen Plätzchen ist beliebt. Minimale Mengen von unter 1 g/kg Körpergewicht sind für Hunde bereits gefährlich; vorwiegend wird die Leber geschädigt. Inwiefern dem Hund tiermedizinisch geholfen werden kann, hängt von der aufgenommenen Menge ab und der frühzeitigen medizinischen Versorgung. Auch wenn Xylitol als Zutat ausgeschlossen werden kann, sollte Bello & Co keine Süßigkeiten zwischen die Zähne bekommen, ebenso keine fettigen Bratenreste. Trauben beispielsweise können die Nieren schwächen, Zucker belastet den Körper und unter den Nüssen gibt es für Vierbeiner Exemplare, die ebenfalls den Organismus schwer belasten und vergiften (z.B. Macadamia-Nüsse). Zudem ist noch das Theobromin zu nennen, ein Inhaltsstoff in Schokolade, der dem Tier schaden kann. Also: Achten Sie in der festlichen Zeit genau darauf, was Gäste Ihrem Tier in bester Absicht zustecken wollen oder was es unbemerkt futtern könnte. Übrigens, noch ein Tipp: Gerade im Winter ist unter Tierhaltern das für Hunde und Katzen attraktive und giftige Frostschutzmittel Ethylenglykol außer Reichweite zu deponieren!©presse-punkt.de

Mit vielen Tricks Gesundheit fördern!  

Als wichtige Gesundheitsprophylaxe sind tägliche Spiele – das Jagen, Suchen und Erforschen – für Wohnungskatzen von enormer Bedeutung. Geistige Auslastung, Ausgeglichenheit und Zufriedenheit sind unschätzbare Faktoren für ein gesundes Katzenleben. Allzuoft wird immer noch das Spielen und Beschäftigen von Wohnungskatzen unterschätzt oder vernachlässigt. Dabei ist es für die Wohnungstiger eine „ernste Angelegenheit“ und es fördert zusätzlich die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Vorteilhaft ist oftmals eine Zweitkatze, dennoch sollte der Tierfreund sich über die täglich nötigen Abenteuer seiner Tiger stets Gedanken machen. Dabei ist es mit Hilfe von kreativen Anleitungen im Internet nicht schwierig, seine Katze zu beschäftigen. Zwei Bereiche sollten hierbei abgedeckt werden: das aktive Spiel mit dem Menschen und das selbstständige Erforschen von Kisten, Kartons. Hier soll sich die Katze Trockenfutter selber erarbeiten. Auch in verschiedenen Wohnräumen an wechselnden Stellen können Futterbrocken versteckt werden, um die Suche nach „Beute“ anzuregen. Spannend sind auch so genannte Fummelbretter, die man aus Toilettenpapierrollen, Tupperschüsseln und Spielklötzen kreativ zusammenstellen kann. Großes Interesse wecken Sie bei Ihrer Katze, wenn auch Naturmaterialien ins Haus finden: zum Beispiel eine Kiste mit Heu oder getrocknetem Laub. Jeden dritten Tag etwas Neues bieten, Spielzeuge nicht liegenlassen, sondern stets austauschen – das weckt wieder neues Interesse. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Katze keine Teile verschlucken kann und sich nicht in Schnüren verheddert. Papier- oder Plastiktüten finden Katzen auch interessant; bitte schneiden Sie zur Sicherheit die Henkel durch. Beim aktiven Spiel ist alles, was raschelt und sich bewegt, natürlich von Interesse. Doch nicht nur die Stoffmaus am Bindfaden ist möglich. Eine gemeinsame aktive Beschäftigung, die beiden Seiten – Mensch und Tier – richtig Spaß machen kann, ist das Clickertraining. Langsam an die Materie herangeführt, sind ungeahnte, schöne Momente garantiert, in der die Katze überlegt, sich ausprobiert und in Interaktion mit dem Menschen tritt. Doch gerade zu Beginn ist Geduld gefragt, bis das Clicker-Prinzip von der Katze verstanden ist. Jede gemeisterte Aufgabe ist ein Erfolg und erhöht die Zufriedenheit. Das hält fit und gesund!©presse-punkt.de

Kaninchen: Symptome möglichst früh erkennen.

Paula zeigt ein ungewöhnliches Verhalten: Er dreht sich um seine Längsachse. Da Erkrankungen, die solche Symptome auslösen können, wie zum Beispiel Entzündungen des Innen- oder Mittelohrs, Ohrräude oder Hirnhautentztündung ausgeschlossen werden können, wird bei Paula die Infektion des Erregers Encephalitozoon cuniculi diagnostiziert. Er löst bei Kaninchen neurologische Störungen aus. Kaninchen infizieren sich über verunreinigtes Futter oder Einstreu, da der Erreger über Urin ausgeschieden wird. Aber auch beim Muttertier kann schon die Infektion erfolgen. Kaninchen können den Erreger latent stets in sich tragen, ohne dass es zu einem Ausbruch kommt. Nicht zuletzt ist es deshalb wichtig, bei den Tieren für ein gutes Immunsystem zu sorgen: artgerechte Haltung, vielseitige Frischfütterung, möglichst wenige Stressfaktoren. Kippt das Immunsystem, hat u.a. dieser Erreger „freie Fahrt“. Die Symptome beim erkrankten Kaninchen sind verschieden. Oft zu beobachten sind Kopfschiefhaltungen und Bewegungsstörungen. Möglich ist auch, dass das Tier auf Ansprache nicht zeitig reagiert, Bewusstseinsstörungen zeigt oder sich eine Blind- oder Taubheit einstellt. Bei schweren Erkrankungen zeigen sich Lähmungen und Störungen der Nierenfunktionen. Bei guter Beobachtung durch den Tierhalter und früh entdeckt, kann das Kaninchen gerettet werden. Die Prognose ist abhängig vom Ausmaß der Symptome und wie schnell therapeutisch eingegriffen wird. Kopfschiefhaltungen können auch nach Abschluss der Therapie bestehen bleiben und es kann auch immer wieder zu Rückfällen kommen.©presse-punkt.de

Knoten unter der Haut: Check erforderlich
Ein häufiger Grund für Tierarztbesuche sind Haut- und Unterhauttumore. Viele dieser Gebilde sind harmlos, dennoch ist es enorm wichtig, sie in der Praxis untersuchen zu lassen. Der Tierarzt kann durch Erfahrung und verschiedene Maßnahmen wie Röntgen, Ultraschall, Feinnadelbiospie oder Punktion den sinnvollsten Therapieweg empfehlen: Dies reicht von der Empfehlung zum Abwarten bis zur chirurgischen Entfernung und strahlen- oder chemotherapeutischer Nachbehandlung. An der Oberfläche vorkommend sind u.a. Plattenepithelkarzinome, Basaliome, Trichoblastome und Talgdrüsentumore. Sie können an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten und von völlig unterschiedlichem Schweregrad sein. In der Haut selbst ist die größte und problematischste Gruppe beim Hund die der Mastzelltumore. Wenn die Voruntersuchungen ergeben haben, dass ein tatsächlich oder möglicherweise bösartiger Tumor vorliegt, ist meist die Entfernung durch Ausschneiden das Mittel der Wahl. Nach der tierärztlichen Entscheidung, das Gebilde chirurgisch zu entfernen, wird das Entnommene histopathologisch (feingeweblich – mikroskopisch) im Labor untersucht. Ob eine ergänzende Bestrahlung und/oder die Applikation eines Chemotherapeutikums nach dem chirurgischen Eingriff sinnvoll ist, sollte der Tierarzt entscheiden. Ausgebildete Strahlentherapeuten können hinzu gezogen werden, die eine Strahlentherapie (Strahlenheilkunde, Radiotherapie, Radioonkologie) durchführen können mit anschließender Rücküberweisung zur Praxis. Am Beispiel eines Maulhöhlenkarzinoms, der sich meist nur unvollständig entfernen lässt, besteht die Möglichkeit nach der Chirurgie Bestrahlungen durchzuführen. Dies gilt auch für Fibrosarkome (bösartige Bindegewebstumoren) der Katze. Solche Tumore sind fast immer strahlensensibel. Die Strahlentherapie zählt in der Tiermedizin aber immer noch zu den Raritäten. Die Methode „Strahlentherapie“ ist zunächst im Meinungsbild negativ besetzt – es werden ein Strahlenrisiko und starke Nebenwirkungen befürchtet. Dies gilt für Tierärzte und für Tierhalter. Die Strahlentherapie kann aber nachweislich eine effektive Behandlungsform bestimmter Tumorarten sein, unter Strahlenexperten gilt sie als verträglich und schmerzfrei. Sie wird nur von ausgebildeten Strahlentherapeuten an wenigen Zentren in Deutschland durchgeführt. ©Fachinformation/Quelle: Dr. Jochen Schulze-Lammers. 09.2020

Kaninchen: Stau im Darm kann gefährlich werden
Maxi haart mehr als sonst. Nein, krank ist sie nicht. Ein Fellwechsel ist nicht nur beim Hund, sondern auch bei Heimtieren wie Kaninchen üblich. Im Herbst und im Frühjahr hat das alte Haarkleid ausgedient. Auch Kälteeinbrüche und andere starke Wetterschwankungen können zu einem Fellwechsel führen. Zwar haaren die Tiere stark, dennoch kommt es im Normalfall nicht zu kahlen Stellen. Verschorfte oder haarlose Hautpartien sind indessen Indizien für einen Parasiten- oder Pilzbefall und können auch auf eine Mangelerscheinung hinweisen. Hier ist der Tierarzt gefragt. Beim Putzen während eines Fellwechsels verschlucken die Langohren mehr Haare als sonst – schnell kann es dann zur Darm-Verstopfung kommen. Erste Anzeichen sind kleine „Köttelketten“, die das Kaninchen ausscheidet. Am besten, Sie statten mit dem Tier Ihrem Tierarzt einen Besuch ab. Er kann entscheiden, ob es sich um eine beginnende Verstopfung handelt. In Absprache mit dem Tierarzt können sogar schon Naturprodukte helfen, die den Abgang der Haare erleichtern. Auch Stückchen frische Ananas und Kiwi sorgen für eine weichere Beschaffenheit der Haare, so dass diese besser, problemloser den Darm passieren können. Die frischen Früchte enthalten das Enzym Bromelin. Wichtig ist es, lieber einmal mehr den Tierarzt zu Rate zu ziehen, bevor es zu Durchfällen kommt. Übrigens: Kaninchen, die mit Gras und Heu, Grünfutter und Gemüse ernährt werden und sich viel bewegen, haben seltener Schwierigkeiten mit Haarballen. ©presse-punkt.de. 09.2020

Gut zu wissen: Milben im Herbst
Der Rüde Paul knabbert, knibbelt, leckt und kratzt. Offensichtlich juckt es fürchterlich. Stetiger Juckreiz sollte der Tierhalter beim Tierarzt abklären lassen, da dies mehrere Ursachen haben kann. Der Grund für Pauls Unruhe sind winzige Grasmilben, die speziell im Spätsommer und im Herbst zahlreichen Tieren das Leben schwer machen und einen enormen Juckreiz hervorrufen. Grasmilben (Trombikula = Trombukulose, der Volksmund spricht auch von Erntebeiß) oder Herbstgrasmilben (Neotrombikula autumnalis) sind Parasiten, die sich im Boden aufhalten. Deren Larven schlüpfen im Herbst, gelangen an die Oberfläche und sammeln sich an feuchten Stellen auf Grashalmen.Beliebte Stellen sind Kuhweiden, Hundewiesen, Wiesen. Bei milden Temperaturen warten sie, bis sie auf ein Tier oder einen Menschen treffen. Weshalb juckt es so? Die sechsbeinige Larve verankert sich in der Haut, ihr Speichel löst die oberste Zellschicht auf und beginnt, die Flüssigkeit aufzusaugen. Ihr Speichel enthält Stoffe, die den Juckreiz hervorrufen. Soweit bekannt ist, werden von den einheimischen Grasmilben keine Krankheiten übertragen. Auch Tiere, die z.B. eine reguläre Prophylaxe gegen Flöhe, Zecken und Demodex-Milben tragen, können trotzdem befallen werden. Nach zwei bis drei Tagen lässt die Nymphe sich fallen und verschwindet wieder im Boden, wo sie „frisch gestärkt“ zur Milbe heranwachsen kann. Was kann der Tierhalter tun? Das Beste ist, in dieser Zeit hohes Gras zu meiden. Sollte das Toben auf der Wiese doch einmal vorkommen, waschen Sie nach dem Ausflug Beine und Bauch des Tieres mit klarem Wasser ab und wischen Sie mit einem frischen, feuchten Tuch nach. Sie selbst sollten hohes Schuhwerk tragen und sich nicht auf den Boden setzen. Schneiden Sie im eigenen Garten den Rasen regelmäßig, da die Parasiten an der Grasspitze sitzen. Gerne verankert sich die Herbstgrasmilbe zum Beispiel in der Zwischenzehenhaut, Ellbogenbeuge, Ohrfalte oder Bauch. Sobald Sie entzündete Hautveränderungen durch unentwegtes Kratzen an Ihrem Tier feststellen, sollten Sie Ihren Tierarzt zu Rate ziehen. ©presse-punkt.de. 09.2020

Zähne: Warum die Kontrolle wichtig ist (Ausgabe 08.2020)
Ganz wichtig ist es, den Blick ins Maul und die Kontrolle des Gebisses bei Hund und Katze von klein an zu üben. Hund und Katze gwöhnen sich so zeitig und auf positive Art daran, dass man ins Maul greift. Darüber hinaus sollte das Gebiss regelmäßig von einem Tierarzt kontrolliert werden. Gerade nach dem Zahnwechsel des Hundes kann so rechtzeitig erkannt werden, ob eventuell verbliebene Milcheckzähne gezogen werden müssen. Katzenbesitzer sollten wissen, dass ab dem fünften Lebensjahr Katzen gefährdet sind, „FORL“ zu bekommen: eine Erkrankung, die durch körpereigene Zellen verursacht wird. Doch die generellen Zahnprobleme der Tiere sind nicht so viel anders als bei uns Menschen: Futterreste bleiben an den Zähnen haften und bieten Bakterien optimale Bedingungen, sich zu vermehren.

Ein weicher Bakterienbelag, die Plaque, entsteht auf den Zähnen; daran heften sich mineralische Substanzen aus dem Speichel an. Dies wiederum führt zur Entstehung des harten und sichtbaren Zahnsteins. Die Bakterienbeläge können zu eine leichten Zahnfleischentzündung (Gingivitis) führen, die im weiteren Verlauf immer schlimmer wird. Von einer Parodontitis spricht man, wenn als Folge die Verbindung zwischen Zahn und Zahnbett zerstört wird, sich das Zahnfleisch zurückbildet und die Zähne locker werden.

Da sich gleichzeitig auch Taschen im Zahnfleisch bilden, in denen sich Bakterien ansiedeln, kommt es zu starkem Mundgeruch. Richtig gefährlich kann es werden, wenn diese Bakterien in den Blutkreislauf gelangen; Herz- oder Nierenprobleme können die Folge sein. Gegen Zahnbelag können Hunde- und auch Katzenbesitzer vorbeugen: Durch regelmäßiges Putzen der Zähne mit einer speziellen Zahnbürste oder einem weichen Fingerling und Tierzahnpasta können die noch weichen Beläge entfernt werden. In der Regel reicht das Bürsten der Zahnaußenseiten. Eine regelmäßige tierärztliche Kontrolle ist jedoch auch bei guter Pflege des Gebisses sehr wichtig. Wenn die Entfernung hartnäckigen Zahnsteins mit Ultraschall oder das Ziehen einzelner Zähne erfolgen muss, macht der Tierarzt das unter Vollnarkose. Bitte unbedingt beachten: Zahnsanierungen durch Laien, zum Beispiel in Hundesalons oder durch sogenannte Tierheilpraktiker, sind unprofessionell, gegebenenfalls sogar gesundheitsschädlich oder tierschutzrelevant! Übrigens schadet auch ungeeignetes Spielzeug den Hundezähnen: Die Glasfasern, aus denen der wollige Überzug von Tennisbällen besteht, reibt den Zahnschmelz ab wie Sandpapier und kann vor allem die Eckzähne nachhaltig schädigen. Textquelle: www.bundestieraerztekammer.de

Chronische Niereninsuffizienz (Ausgabe 08. 2020)
Die elfjährige Mischlingshündin Nina macht einen schlappen Eindruck, beim Spaziergang trödelt sie, scheint müde zu sein. Zuweilen ist sie schwach auf den Hinterläufen, trinkt mehr und setzt häufiger Urin ab. Nach einer Blut- und Urinuntersuchung beim Tierarzt ist die Ursache gefunden. Nina leidet unter einer chronischen Niereninsuffizienz (CNI). Häufiges Grasfressen könnte ebenfalls ein Anzeichen sein. Das Tückische: Die Veränderung des Hundes kommt schleichend, viele Tierhalter denken, dass es schlicht am Alter des Hundes liegt.

Doch bei älteren Hunden zählt die CNI zu einem häufigen Erkrankungsbild. Erst bei 50 Prozent der Nieren-Schädigung treten merkliche Symptome wie vermehrter Urinabsatz und vermehrtes Trinken, Appetitmangel und Gewichtsverlust, Entzündungen der Mundschleimhäute, Erbrechen, Lethargie, Durchfall auf. Allein deshalb ist es hier sinnvoll, den Hund ab dem 7. Lebensjahr einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung bzw. einem Bluttest zu unterziehen. Das Spezifische Harngewicht (SHG) und bei fortschreitender Schädigung erhöhte Kreatinin- und Harnstoffwerte im Blut weisen auf eine CNI hin. Bei schwachen Nierenleistungen jüngerer Hunde wird eine genetische Vorbelastung vermutet, z.B. bei Rassen wie Cockerspaniel, Terrier, Beagle, Chow-Chow, Dobermann, Golden Retriever, Berner Sennenhund, Rottweiler. Arbeitet die Niere nicht mehr richtig, reichert sich im Blut eine erhöhte Konzentration von Harnstoff, Kreatinin oder anderen stickstoffhaltigen Substanzen an (Azotämie). Ist der Hund an einer chronischen Niereninsuffizienz erkrankt, kann mit tierärztlichen Kontrollen, Achtsamkeit seitens des Tierhalters und einer entsprechenden Ernährung (Nierendiäten) die Lebensqualität des Hundes noch gut erhalten bleiben. Ebenfalls ist es möglich, die Nieren homöopathisch zu unterstützen. Stress sollte vermieden werden. Der Tierhalter muss auf den Flüssigkeitshaushalt und auf Unregelmäßigkeiten wie Abgeschlagenheit, Erbrechen, Durchfall achten. Hier kann der Arzt mit zeitiger, intravenöser Flüssigkeitszufuhr (Infusionstherapie) die Nierenwerte verbessern. Medikamente für andere Erkrankungen müssen mit dem Tierarzt abgesprochen werden, da sie die Nieren belasten könnten. ©presse-punkt.de

Vitamin C – Mangel bei „Meeries“ vorbeuge(Ausgabe 08.2020)

Möhren, Paprika, Äpfel, Fenchel und Chicoree: Frischfutter gehört auf den Speiseplan des Meerschweinchens. Heu steht dem geselligen Nager immer zur Verfügung. Auf Trockenfutter sollte bei einem gesunden Meerschweinchen in der Regel verzichtet werden. Futterumstellungen sollten Tierhalter immer vorsichtig und langsam vornehmen, da es zu Durchfall kommen kann. Frischfutter enthält unter anderem das lebenswichtige Vitamin C, das die Tiere wie der Mensch in ihrem Körper nicht selber bilden können. Weshalb das Vitamin C so lebenswichtig ist, zeigt die Auflistung einiger seiner Funktionen: Es regt die Drüsen des Verdauungstraktes an, schützt die Blutgefäße, aktiviert den Zellstoffwechsel, stärkt das Immunsystem. Vitamin C ist von Bedeutung für die Bildung von Knochen, Zähnen und Bindegewebe sowie von Kollagen, einem Gerüstbaustein der Haut. Vitamin C schützt Körperzellen, indem es aggressive chemische Verbindungen abfängt und neutralisiert. Mangelerscheinungen reichen von Infektionen, Blutungen, Schwellungen bis hin zu Versteifungen der Knie- und Sprunggelenke. In Fällen, in denen Tiere zu wenig Frischfutter aufnehmen wollen, werden Vitamin-Präparate empfohlen. Fragen Sie bitte Ihren Tierarzt. ©presse-punkt.de

SARS-CoV-2 : Ansteckung für Hunde und Katzen?

(07.05.2020) „Bisher gibt es keinen wissenschaftlich belegbaren Hinweis auf eine epidemiologisch relevante Infektion von Hunden durch infizierte Personen“, so das Friedrich-Löffler-Institut (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit.

Bei zwei Hunden aus unterschiedlichen Haushalten mit SARS-CoV-2 infizierten Personen in Hong Kong wurde genetisches Material des Erregers entdeckt, in einem Fall wurde auch infektiöses Virus nachgewiesen. Beide Hunde zeigten keine Krankheitssymptome. Eine erste Studie aus China und die beiden Einzelfälle aus Hong Kong weisen auf eine geringe Empfänglichkeit von Hunden für SARS-CoV-2 hin. Können sich Katzen und marderartige Tiere wie z.B. Frettchen bei infizierten Personen anstecken? In Belgien wurde bei einer Katze Erbmaterial von SARS-CoV-2 nachgewiesen.

Die Katze stammt aus einem Haushalt mit einer Person, die an Covid-19 erkrankte und Symptome zeigte. Eine Woche später entwickelte die Katze selbst Atemnot, Erbrechen und Durchfall und wurde daher untersucht. Es wurden keine anderen möglichen Ursachen abgeklärt, welche die Symptome bei der Katze auch erklären könnten. Das Tier erholte sich wieder.

Die belgischen Behörden werten den Nachweis als Einzelfall und weisen darauf hin, dass die Symptome zwar auf Covid-19 hinweisen, dies aber nicht eindeutig belegt ist. Eine aktuelle Studie aus China zeigt, dass sich Katzen und Frettchen experimentell mit SARS-CoV-2 infizieren lassen und das Virus unter den besonderen Versuchsbedingungen auch auf Artgenossen übertragen können. Die Studie hat das Friedrich-Löffler-Institut auf ihrer Website veröffentlicht. Auch das Friedrich-Loeffler-Institut wies in einer Studie nach, dass sich Frettchen infizieren lassen und SARS-CoV-2 unter Versuchsbedingungen an Artgenossen weitergeben können. Dies erlaube allerdings keine Rückschlüsse darauf, ob Katzen und Frettchen Virusmengen ausscheiden, die für eine Infektion des Menschen ausreichen, so das FLI. „Ob solche Infektionen tatsächlich stattfinden können, muss weiter untersucht werden.“, so das Institut. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass Haustiere Menschen angesteckt haben.

Die Haltung von Katzen wurde nicht als Risikofaktor identifiziert. Auch bei der SARS-CoV-Epidemie im Jahr 2003 kam es zu Infektionen bei Katzen, ohne dass dies für eine Weiterverbreitung relevant war.

Für das Friedrich-Loeffler-Institut spielen Haustiere nach dem jetzigen Kenntnisstand epidemiologisch keine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 / Covid-19. ©Textquelle: https://www.fli.de, Stand 14.April 2020

Öffnungszeiten & Termine

Liebe Patientenbesitzer,

ab sofort bieten wir Ihnen auch an Samstagen & Sonntagen sowie Feiertagen eine tierärztliche Betreuung an!

  • Bitte vereinbaren Sie dafür zwingend telefonisch einen Termin! 0173 686 37 37 oder 0208 696 4688.
  • Für alle hoch akuten Notfälle steht Ihnen weiterhin die Tierklinik Duisburg Kaiserberg 24h zur Verfügung.
  • Wir versuchen mit dem Extraangebot unserem Teil in der Krise zu leisten.
  • Der Mobile Service ist nur noch möglich, wenn wir Ihr Tier auf dem letzten Weg begleiten müssen.

Notdienst-Gebühr

  • Mit Wirkung zum 14.02.2020 sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, für Untersuchungen im Notdienst eine zusätzliche Notdienst-Gebühr von EUR 50,00 + MwSt. abzurechnen. Desweiteren ist jede tierärztliche Leistung mit mindestens dem zweifachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte abzurechnen.

Kaninchen: Impfungen vornehmen lassen!

Meist im März/April steht wieder die nächste Myxomatose-Impfung für Kaninchen an. Denn: Langohren in privater Haltung sollten vor Myxomatose und Chinaseuche (Rabbit Hemorrhagic Disease/RHD1 und RHD2) geschützt werden. Die Myxomatose ist eine hochansteckende, tödliche Krankheit, die durch ein Virus hervorgerufen wird. Experten sprechen von einer Kaninchenseuche. Typische Symptome der Erkrankung sind zugeschwollene Augenlider, Ödeme unter der Haut und eiternde Entzündungen an Augen und Nase. Auch das Anschwellen des Kopfes ist charakteristisch. Deshalb wird Myxomatose auch „Löwenkopfkrankheit“ genannt. Die Erreger werden vorwiegend durch stechende Insekten wie Mücken und Flöhe übertragen. Sie können aber auch mit den Schuhen in die Wohnung getragen werden. Außerdem ist die Übertragung durch Beschnuppern oder das Futter möglich. Am besten ist es, wenn der Tierarzt im März oder April gegen Myxomatose impft, bevor die Mückenzeit beginnt. In der Regel wird halbjählich die Impfung aufgefrischt. Auch gegen RHD1 und RHD2 hält die Praxis einen Impfstoff bereit. Das Virus wird durch direkten Kontakt, aber auch durch indirekten Kontakt, sprich über Insekten: Fliegen, Stechmücken, sogar über Futter (Löwenzahn auf der Wiese, Gras) und Kleidung übertragen. Deshalb sind auch Kaninchen in der Wohnungshaltung gefährdet. Die Erkrankung wird ebenfalls durch ein Virus verursacht. Die Tiere sterben an inneren Blutungen. Typischerweise entwickeln sie kaum Symptome. Ab und an bemerkt der Besitzer blutigen Durchfall oder schwere Atembeschwerden. Bei den Kaninchen wird RHD1 und RHD2 einmal pro Jahr geimpft.
Lassen Sie die nötige Impfung vornehmen. Melden Sie sich bei Ihrem Tierarzt-Team und vereinbaren Sie einen Termin. ©presse-punkt.de (Erstellt am 06.04.-2020)

INFO Über Öffnungszeiten:

Auf Grund der aktuellen Lage bzgl. des Coronavirus, möchtenn wir sie als tiermedizinischer Betrieb informieren, dass wir alles tun, um auch weiter für die Gesundheit ihrer Tiere ihr Ansprechpartner und für sie da zu sein. Um Sie und Ihre Angehörigen sowie uns zu schützen, sehen wir uns leider gezwungen, eine kurzfristige Änderung unserer Öffnungszeiten und Präsenzzeiten vorzunehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir zeigen keine Krankheitssymptome, waren nicht in Kontakt mit infizierten Personen und waren nicht in einem Gebiet dass durch das Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist und sind darum zu unseren Öffnungszeiten weiter geöffnet, wie sie es gewohnt sind.

Haben Sie bitte Verständnis, dass wir im Einzelfall entscheiden, ob das Tier evtl. nur alleine untersucht und behandelt wird und Sie als Besitzer vor der Tür oder im Wartezimmer warten müssen.

Je nach Patientenaufkommen kann es sein, dass Sie kurzfristig gebeten werden, vor der Tür, in Ihrem eigenen Wagen oder bei uns auf der Terrasse zu warten. Des Weiteren können wir Ihnen nur sehr eingeschränkt eine Behandlung bei Ihrem Wunschtierarzt ermöglichen.

Ab sofort haben wir nur noch eine Terminsprechstunde: 9.00 – 13.00 Uhr & 15.00 – 19.00 Uhr 

Hausbesuche werden derzeit nur noch für Sterbebegleitungen im absoluten Einzelfall durchgeführt.

Dringende, nicht zu verschiebende Operationen werden ebenfalls nur nach Absprache durchgeführt.


Wir bitten sie darum, damit wir auch weiter für sie geöffnet bleiben können, dass sie selbst verantwortungsbewust mit diesem Thema umgehen und uns auf Risiken hinweisen bzw vorab per Telefon informieren, sodaß wir Vorsichtsmaßen vor Kontaktaufnahme treffen können und ihr Tier im Notfall trotzdem behandelt werden kann.

Bitte halten sie sich an folgende Praxisregeln, damit wir in den nächsten Wochen für sie da sein können:
1. Kommen sie bitte immer nur alleine mit Ihrem Tier
2. Wenn sie selbst krank sind, bitte schicken sie jemanden anderen mit Ihrem Tier und informieren sie uns
3. Halten sie in der Praxis bitte den benötigten und zugewiesenen Abstand
4. Kommen Sie bitte nur dann wenn ihr Tier krank ist
5. Bitte haben sie Verständnis, dass wir zur Zeit besonders nur eine Terminsprechstunde haben, rufen sie uns bitte rechtzeitig an wenn ein Notfall vorliegt, dass wir besser planen können.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Maßnahmen eine dauerhafte medizinische Versorgung anbieten zu können. Aus rechtlichen Gründen kann es sein, das zeitnah Änderungen folgen, auf die wir sehr kurzfristig reagieren müssen. 

Wir verbleiben in der Hofnung auf eine gesunde Zukunft mit der Aussicht auf einen beginnenden Frühling.
Ihr Tierarztpraxis K. Büttner Team.

(Erstellt am )

Drüsen-Verstopfung: Kontrollen ratsam. (Feb. 2020)

Der Rüde Jeffrey nagt seit einigen Tagen an seiner Rute. Offensichtlich wird er von einem lästigen Juckreiz geplagt. Der Tierarzt stellte fest, dass seine Analbeutel verstopft sind – ein Problem, das unter allen Hunderassen verbreitet ist, besonders kleinere Hunde und übergewichtige Katzen sind anfällig. Der Juckreiz kann so ausstrahlen, dass ebenfalls das Kabbern an Hinterbeinen und Flanken zu Indikatoren für die Drüsen-Verstopfung zählt. Auch das Rutschen mit dem Hinterteil über den Boden („Schlittenfahren“) ist ein Hinweis. Wir Menschen können nur die Nase rümpfen, wenn wir das bräunliche, fettige Sekret riechen, das beim Kotabsatz von dem Kotstrang aus dem Beutel herausgedrückt wird und die „Hinterlassenschaft“ wie einen Film überzieht. Bello hingegen findet den Duft äußerst interessant, ist er doch die Visitenkarte eines jeden Hundes. Die Analbeutel liegen links und rechts des Afters und sind in dessen Schließmuskulatur eingebettet. Die stecknadelkopfgroßen Öffnungen ihrer Ausführungsgänge münden in vier Uhr- und acht Uhr-Stellung in die Afterrosette. Eine Verstopfung liegt schnell vor, Sandkörner können schon die Ursache sein. Auch wenn der Kot zu hart ist, können die Ausführungsgänge zuschwellen, da sie zu stark gereizt werden. Nicht behandelt, kann es zu äußerst schmerzhaften Entzündungen bis hin zum Abszess kommen. Auch Fistelbildungen sind möglich. Dann wird eine lange Therapie nötig. Aus diesem Grund gilt auch hier: Früh erkannt, ist halb geheilt. Obwohl eine Analbeutel-Verstopfung auch große Rassen treffen kann, ist das Risiko bei kleineren Hunden höher. Deshalb ist es ratsam, die Analbeutel vom Tierarzt in regelmäßigen Abständen kontrollieren zu lassen. Neigt Ihr Hund zu verstopften Analdrüsen, schmerzhaften Entzündungen oder Abzessbildungen? Lassen Sie sich unbedingt in Ihrer Praxis beraten. ©presse-punkt.de

 

Häufiges Lecken: Anzeichen für Infektion. (Feb.2020)


Adrian krümmt seinen Rücken beim Wasserlassen. Die gute Beobachtungsgabe des Tierhalters konnte Chinchilla Adrian viel Schmerzen ersparen. Erkrankungen der harnableitenden Wege treffen eben auch Chinchillas. Dazu gehören Blasen- oder Niereninfektion (durch Bakterien/Keime verursacht), Blasenschlamm oder Blasengries sowie Blasensteine. Alle Erkrankungen haben eines gemeinsam: Sie sind äußerst unangenehm und schnell schmerzhaft. Feuchtes Hinterteil, häufiges Lecken zeigen die kuschelig grauen Tiere. Chinchillas können sogar Laute von sich geben, wenn es beim Urinieren weh tut. Und: Es geht nicht einfach so vorbei … hier muss der Tierarzt schon nachhelfen. Eine für uns Menschen scheinbar „simple“ Blaseninfektion kann in kurzer Zeit für die kleinen Wesen unbehandelt tödlich enden, da sie dem Tier lebensbedrohlich zusetzen kann. Und: Sie ist meist Wegbereiter für Blasensteine. Da häufig kalziumhaltige Blasensteine vorkommen, sollte man generell darauf achten, nicht zu viel kalziumhaltiges zu verfüttern: z.B. wenig Pellets, Trockenfutter, Trockenkräuter – besonders dann, wenn das Tier zu Blasensteinen neigt. Bei Chinchilla Adrian hat der Tierarzt Blasengries festgestellt. Mit einer Futterumstellung und ausreichend Flüssigkeit kann der Tierhalter das Problem für Adrian aus der Welt schaffen. Bei Blasen- und Niereninfektionen sind Medikamente vom Tierarzt nötig, um dem Tier zu helfen. Generell können bestimmte Kräutertees und spezielle getrocknete Kräuter bei der Tierarzt-Behandlung unterstützend wirken, sie aber nicht ersetzen. Blasensteine müssen überwiegend operativ entfernt werden. Wenn die Art der Blasensteine bestimmt wird, kann die zukünftige Fütterung dann auch angepasst werden, so dass möglichst lange keine weiteren Steine entstehen.©presse-punkt.de

Ernste Gründe für „Geruchsalarm“ (Jan.2020)

Wenn der eigene Hund wohlig warm in seinem Körbchen liegt und leise vor sich hinpubst, macht man als Tierhalter gerne mal einen Scherz. Passiert der „Geruchsalarm“ mehrfach, ist dem Menschen bald nicht mehr zum Lachen. So genannte Flatulenzen, wie der Mediziner sagt, müssen nicht immer auf eine Erkrankung hindeuten. Auf die Menge der Vorfälle sollte der Tierhalter indessen achten. Bei Blähungen entsteht eine belastende Gasbildung zum einen durch Mi-kroorganismen im Dickdarm, zum anderen „bearbeiten“ Bakterien schlecht Verdauliches im Enddarm – hier entsteht ebenfalls dicke Luft. Blähungen können bei einer einseitigen, einer zu fettreichen oder grundsätzlich falsch abgestimmten Ernährung vorkommen. Auch minderwertige Eiweiße können für „Gestanks-Attacken“ verantwortlich sein. Bohnen und Erbsen können (wie beim Menschen) den Darm zum Singen bringen. Da Hunde das Enzym zur Aufspaltung der Laktose nicht besitzen, hat auch Milchzucker bei Bello besagte Wirkung. In der Regel kann der Tierbesitzer Blähungen des Hundes abstellen, in dem er genauer schaut, was Bello bei der Fütterung verträgt und was nicht. Schließlich gibt es Nahrungsunverträglichkeiten. Zu wenig Bewegung oder das „Luftschlucken“ kurznasiger (brachyzephale) Rassen beim Fressen können weitere Ursachen sein. Tierärzte plädieren stets für die frühzeitige Abklärung, denn: Wann schließlich die „Gestanks-Attacken“ im Rahmen sind und wann nicht, hängt meistens von der Leidfähigkeit des Tierbesitzers ab. Gründe für starke Blähungen: Am Rande bemerkt, ist für das Tier ein oft aufgeblähter Darm auch äußerst unangenehm und kann schmerzhaft sein. Möglich ist es durchaus, dass Erkrankungen dahinterstecken, z.Bsp. Infektionen, Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse, Darmerkrankungen. Zuweilen können Durchfall und Erbrechen einhergehen, z.B. auch Fieber, Unwohlsein, unruhiger Schlaf. Also: nicht jede „Pubs-Phase“ ist harmlos.©presse-punkt.de


Züchtungen meiden, Schmerzen verhindern. (Jan. 2020)


„Das ist doch krank!“ – mit diesem Slogan möchte die Berliner Tierärztekammer den Trend zum unbedachten Tierkauf stoppen und potenzielle Käufer sensibilisieren. Plakate gegen Qualzucht wurden in Berlin veröffentlicht, auf denen Tierärztinnen und Tierärzte Stellung beziehen. „Der Hang zum Besonderen darf nicht auf die Kosten der Tiergesundheit gehen“, mahnt die Präsidentin der Tierärztekammer Berlin, Dr. Heidemarie Ratsch. Auch solle jede Nutzung von Defektzuchten in der Öffentlichkeit durch Werbung oder in Filmen unterlassen werden, um den Erwerb solcher Tiere nicht zusätzlich anzureizen. Ebenso wurde ein neuer Flyer erstellt, um zukünftige Tierhalter über verschiedene Qualzuchtmerkmale bei Katzen zu informieren. Prof. Dr. Achim Gruber, Tierpathologe der FU Berlin, stellte auch bei Katzen zahlreiche, aktuell leider sehr populäre Defektzuchtvarianten vor, die unbedacht durch Zucht auf vermeintliche Schönheit, Niedlichkeit oder Extravaganz entstehen. Daraus resultiert bedauerlicherweise „ein weites Spektrum von Gesundheitsstörungen, Ausfall von Sinnesleistungen (etwa Taubheit) oder ein Verlust der Möglichkeit zu artgerechtem Verhalten“. Neben der Aufklärung kaufwilliger Welpeninteressenten, müsse auch der Import bzw. das Verbringen solcher Hunde untersagt, ein striktes Ausstellungsverbot etabliert und die Zucht streng reguliert werden, fordert Diana Plange, die Berliner Landestierschutzbeauftragte. Fachtierarzt für Reproduktionsmedizin, PD Dr. Sebastian Arlt, sagt, dass vor einer Zucht reproduktionsmedizinisch untersucht werden sollte, „ob die Geschlechtsorgane normgerecht ausgebildet sind, das knöcherne Becken des weiblichen Tieres eine natürliche Geburt zulässt und ob das Gebiss einer Hündin oder Katze geeignet ist, Fruchthüllen zu öffnen oder Nabelschnüre durchzubeißen. Da ein Großteil der Hunde und Katzen nicht von professionellen Züchtern gezüchtet wird, sollten Tierhalter generell über rassespezifische Gesundheitsrisiken und mögliche Erbmängel aufgeklärt werden. Denn Qualzucht ist nicht niedlich. Kaufen Sie solche Tiere nicht, werden sie auch nicht mehr gezüchtet, so die Bundestierärztekammer.©Textinformation: https://www.bundestieraerztekammer.de

Was ist eigentlich ein Notfall? (Dez.2019)


Allzu oft landen Fälle beim Notdienst, die auch in den normalen Sprechzeiten hätten behandelt werden können. Im Notfalldienst werden Patienten außerhalb der üblichen Sprechzeiten, nachts, an Wochenenden und Feiertagen tierärztlich versorgt. Zeigt das Haustier aber schon seit einiger Zeit Symptome, die den Tierhalter nun plötzlich beunruhigen, sollte man überlegen, ob der Tierarztbesuch auch bis zum nächsten Werktag warten kann. Denn der Notfalldienst sollte Notfällen vorbehalten sein. Außerdem muss dem Tierbesitzer bewusst sein, dass auch aufgrund der Bereitstellung des Personals für den Notdienst die Kosten für eine Notfallbehandlung um ein Mehrfaches über denen einer Behandlung innerhalb der normalen Sprechzeiten liegen. Einen Notfall am eigenen Haustier zu erkennen, ist durch die emotionale Verstrickung nicht immer leicht. Routinebehandlungen, Impfungen oder Behandlungen von Erkrankungen, die bereits seit Längerem bestehen und nicht lebensbedrohlich sind, sind keine Notfälle. Im Notfalldienst werden Patienten nach einem Unfall, mit lebensbedrohlichen Erkrankungen oder starken Schmerzen behandelt. Die Notfallbehandlung soll den Patienten stabilisieren und, sofern er Schmerzen hat, diese lindern. Die Bundestierärztekammer (BTK) hat zu diesem Thema einen Flyer „Schnelle Hilfe für Hund, Katze & Co.“ herausgegeben, um Tierbesitzer über den tierärztlichen Notdienst für Klein- und Heimtiere zu informieren. Die Broschüre gibt Antworten auf häufige Fragen und Tipps, wie man einen Notfall erkennt und richtig damit umgeht. In einige Praxen/Kliniken liegt die Broschüre aus. Einsehbar ist sie unter: https://www.bundestieraerztekammer.de/presse/2019/08/notdienst-flyer.php

Kontrolle der Prostata beim älteren Hund. (Nov.2019)


Symptome vieler Erkrankungen fallen meist erst auf, wenn das Tier bereits schwer erkrankt ist. Deshalb ist der regelmäßige Gesundheitscheck zur frühzeitigen Erkennung äußerst wichtig. Ein Beispiel ist die gutartige Vergrößerung der Prostata des älteren, unkastrierten Rüden. Sie tritt oft auf, denn mit zunehmendem Alter verändert sich das Verhältnis der Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen zueinander. Es entsteht ein Ungleichgewicht, das zur Vergrößerung der Prostata führt.Frühe Behandlung: Die Prostata drückt beim Rüden auf den Enddarm. Es fällt schwerer, Kot abzusetzen. Der Hund hat wachsende Schmerzen. Oft tritt mit der Zeit blutiges Sekret aus der Harnröhre. Die Prostata-Vergrößerung kann auch Folgeerkrankungen den Weg ebnen: z.B. Zysten, schwere Entzündungen oder einen Dammbruch. Das alles kann dem Tier erspart werden, wenn der Tierarzt ein- bis zweimal jährlich eine Untersuchung vornimmt. Es gibt mehrere Untersuchungen, die auch kombiniert werden. In einer rektalen Untersuchung kann die Prostata über den Mastdarm abgetastet werden. Ein Röntgenbild zeigt Größe und Lage. Eine detaillierte Darstellung bietet der Ultraschall, da hier die Struktur der Prostata erkennbar wird und ihre Größe exakt vermessen werden kann.Weitere Schritte: Sollte eine deutliche Vergrößerung festgestellt werden, kann der Tierarzt helfen. Die Therapie hat vorwiegend das Ziel, den Testosteron-Einfluss auf die Prostata zu minimieren. Hier hilft die chirurgische Kastration, aber mittlerweile stehen auch Medikamente zur Verfügung, die gezielt die Testosteron-Wirkung auf die Prostata blockieren. Hier berät Sie Ihr Tierarzt, welche Schritte unternommen werden sollten. Routinemäßige Untersuchung:Wenn Ihr unkastrierter Rüde im Alter von 5-7 Jahren ist, ist eine routinemäßige Prostata-Untersuchung empfehlenswert. Dies kann im Zuge der Impfungen geschehen.©www.presse-punkt.de


Herbstgrasmilben: Juckreiz lindern. (Nov.2019)


Sie sind winzig, orange-rot gefärbt und lauern im Gras und auf anderen, vorzugsweise niedrigwachsenden Pflanzen: Die Larven der Herbstgrasmilbe. Sie kommen fast in ganz Mitteleuropa vor und treten gehäuft gegen Ende des Sommers sowie im Herbst auf. Diese sehr kleinen (< ein Millimeter), sechsbeinigen Milben finden sich auf Weiden und Wiesen, in Gärten und Parks sowie an Waldrändern an feuchten, warmen, von Sonne beschienenen Stellen. Läuft ein passender Wirt vorbei, wie beispielsweise ein Hund, eine Katze oder auch ein Mensch, lassen sich die kleinen Plagegeister einfach von den Pflanzen abstreifen. Der Stich der Grasmilbe ist nicht zu spüren. Allerdings sondern die Grasmilben-Larven, die sich in der Haut für einige Tage von Zellsaft und Lymphflüssigkeit ihres Wirts ernähren, bei ihrem Stich Speichel ab. Dieser löst in der Haut eine allergische Reaktion aus, die mit einem starken Juckreiz einhergeht. Während die Milbenlarven ihren Wirt nach wenigen Tagen – und auch ohne jegliche medizinische Behandlung – wieder verlassen, bleibt der Juckreiz oft noch einige Zeit danach bestehen. Gegen Herbstgrasmilben gibt es kein „Patentrezept“. Einem Befall können Tierbesitzer vorbeugen, indem sie ihre Katze vorübergehend im Haus halten oder mit ihrem Hund Auslaufflächen vermeiden, auf denen sich bekanntermaßen viele Milben befinden. Bestimmte Präparate gegen Floh- und Zeckenbefall, die beim Tierarzt erhältlich sind, schrecken auch Herbstgrasmilben ab. Bewährt haben sich auch Sprays. Alternativ können Tierhalter ihr Tier alle paar Tage mit medizinischen Shampoos waschen, die Wirkstoffe der Pyrethroid-Klasse enthalten. Diese Maßnahmen helfen, wenn es zu einem Befall gekommen ist: Der quälende Juckreiz lässt sich mit Hilfe entzündungshemmender Salben oder Cremes vom Tierarzt lindern. Außerdem wird durch die Behandlung vermieden, dass es durch anhaltendes, intensives Lecken oder Kratzen an den betroffenen Stellen zu einer ernsthaften Schädigung der Haut kommt. Eine Übertragung von Tier zu Mensch oder auch von einem Tier zum anderen ist hingegen nicht zu befürchten. Auch ein Befall der Wohnung kommt nicht vor. ©ESCCAP https://www.esccap.de

 

„Going-light-Syndrom“ beim Wellensittich. (Nov.2019)


Wellensittich Paul schläft länger. Die Feststellung an sich klingt nicht bedrohlich, doch die Tierhalterin lässt den Vogel vom

Tierarzt durchchecken. Der Tierarzt diagnostiziert den Erreger Macrorhabdus ornithogaster, Au

slöser des „Going-light-Syndrom“, auch Megabakteriose genannt. Die Namensgebung ist irreführend, handelt es sich doch nicht um ein Bakterium, sondern um eine Hefepilzerkrankung des Magen-Darmtraktes. Wellensittiche sind unter den Vögeln häufig betroffen. Zur Diagnosefindung kann die mi-kroskopische

Kotuntersuchung Aufschluss geben, doch da die Pilze nicht immer im Kot zu finden sind, hilft auch ein Abstrich aus dem Kropf oder das Röntgen, um Veränderungen z.B. am Drüsenmagen festzustellen. Möglich ist es, dass im Allgemeincheck des Vogels der Erreger entdeckt wird, obwohl das Tier bislang keine Symptome gezeigt hat. Wellensittiche können den Pilz in sich tragen, ohne dass er ihnen Schwierigkeiten bereitet. Dennoch liegt es an der Einschätzung des Tierarztes, ob der Wellensittich medikamentös eingestellt werden muss. Die Erkrankung macht sich in Schüben bemerkbar und setzt dann dem Vogel zu. Der Tierarzt entscheidet weiteres Vorgehen und kann bei rechtzeitiger Diagnose dem Wellensittich helfen. Unbehandelt kann das Tier sterben. Problematisch ist bei der Megabakteriose der rasche Gewichtsverlust bei gutem, manchmal sogar gesteigertem Appetit. Auch andere Erkrankungen verursachen einen Gewichtsverlust. Deshalb ist es ratsam, das Tier regelmäßig zu wiegen, vorzugsweise einmal pro Woche. Paul wird gegen das „Going-Light-Syndrom“ behandelt, muss aber nicht von seinen gefiederten Freunden getrennt werden. Der Hefepilz ist generell unter den Populationen weit verbreitet, eine Ansteckung ist zwar denkbar, aber nicht bestätigt. Eine Trennung von dem Schwarm würde für das Tier Stress bedeuten und Stress wird als ein entscheidender Faktor vermutet für den Ausbruch der Krankheitsschübe. Weitere Ursachen für Stress können sein, z.B.: Umstellung der Lebensstruktur (Verlust von Artgenossen, Neuzugänge), Streitigkeiten unter den Tieren, Änderung der Voliere, falsche Ernährung, andere innere Erkrankungen, Tumore. ©Vogelkundlicher Tierarzt Dr. Kappeln/ www.tieraerzteverband.de/smile/

Wie erkenne ich einen Bandscheibenvorfall?

Das Gangbild des Jack Russell Terriers Benny hat sich verändert: er lahmt und läuft schwankend. All das scheint dem kleinen Kerl nichts auszumachen, dennoch ist der Besuch beim Tierarzt keine übertriebene Maßnahme. Dies können nämlich die ersten Anzeichen eines Bandscheibenvorfalls sein und eine Therapie hat bei Früherkennung die beste Prognose. Der Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps), auch gerne unter den Tierhaltern „Dackellähmung“ genannt, betrifft nicht nur Dackel, sondern Hunderassen, die eine genetische Veranlagung aufweisen. Es sind hier vorwiegend kleine Rassen wie Jack Russel Terrier, Französische Bulldoggen oder Beagle und Shi Tzu betroffen. Doch bevor sich Tierhalter großer Hunderassen zurücklehnen: Auch diese können durch Fehl- und Überbelastung sowie durch Übergewicht oder altersbedingte Verschleißerscheinungen ebenfalls einen Bandscheibenvorfall bekommen. Zwischen den Wirbelkörpern liegen die Bandscheiben, ein ringförmiges Knorpelgewebe, das einen Gallertkern umschließt. Bei einem Bandscheibenvorfall tritt der Gallertkern aus dem Gewebe heraus und drückt aufs Rückenmark und auf umliegende Nerven.Welche Symptome bei dem Hund auftreten, hängt davon ab, wo der Bandscheibenvorfall aufgetreten ist und um welchen Schweregrad es sich handelt. Generell leidet der Hund an Schmerzen und ist weniger bewegungsfreudig. Bei der Erkrankung an der Halswirbelsäule kann es beispielsweise zu Schmerzempfindlichkeiten am Nacken, steife Kopf- und Halshaltung sowie zu Lähmungen in den Vorderläufen kommen. Bei einem Vorfall an der Brustwirbelsäule (BWS) oder Lendenwirbelsäule (LWS) ist es möglich, dass der Hund einen gekrümmten Rücken bzw. Buckel zeigt. Auch Lähmungen sowie Inkontinenz können auftreten. Je früher therapeutische Maßnahmen ergriffen werden, desto besser. Mit einer neurologischen Untersuchung und bildgebender Diagnostik (Röntgen, CT oder MRT) wird der Vorfall bestätigt. Je nach Vorfall und bei Früherkennung kann bereits eine konservative Therapie helfen und auf einen operativen Eingriff verzichtet werden. Ein Maßnahmen-Plan, der Bewegungsruhe vorsieht, gezielte Übungen aus der Physiotherapie und eine Schmerztherapie können dem Tier helfen, wieder seine fühere Lebensqualität zu erlangen. Auch Homöopathie und Akupunktur können unterstützend hilfreich sein. Oktober. 2019
Ihr Praxisteam!

Finanzielle Vorsorge fürs Tier treffen.

Jeder Tierhalter möchte seinem Tier die möglichst beste tiermedizinische Versorgung zukommen lassen. Die Versorgungsleistungen für ein Tier sind stets optimiert worden, tierärztliche Kosten sind zwangsläufig gestiegen. Nötige Operationen, zum Beispiel in der Gelenkchirurgie, können heute schnell in den vierstelligen Euro-Bereich für den Tierbesitzer kommen. Bildgebende Diagnostik zur Voruntersuchung sowie Medikamente, Nachsorge, evtl. physiotherapeutische Maßnahmen schlagen zusätzlich zu Buche. Es gibt Tierarztpraxen und Kliniken,die eine Möglichkeiten der Ratenzahlung anbieten. Es ist ratsam, sich als Tierhalter hier vorweg zu erkundigen. Sinnvoll ist es auch, ein separates Konto einzurichten, auf dem man regelmäßig kleine Summen, die man entbehren kann, für den „Fall der Fälle“ zurücklegt. Unvorhersehbare Ereignisse wie z. B. ein Unfall oder eine langwierige Erkrankung können Tierhalter vor eine große finanzielle Herausforderung stellen. Die Bundestierärztekammer (BTK) empfiehlt deshalb Besitzern von Klein-/Heimtieren eine Tierkrankenversicherung. Ihre Tierarztpraxis/Tierklinik ist mit der Thematik vertraut und informiert Sie gerne über mehrere Möglichkeiten. Sinnvoll ist, sich schon im Vorfeld zu informieren. Falls es eine Tierkrankenversicherung sein soll, ist es ratsam, sich für die Auswahl Zeit zu nehmen, so die BTK. Faktoren wie Alter, Rasse, Vorerkrankungen und Haltung spielen eine wichtige Rolle. Die BTK rät, was im Versicherungsschutz enthalten sein sollte: freie Tierarztwahl, Therapiefreiheit des Tierarztes; Durchführung von regelmäßigen Prophylaxemaßnahmen wie Impfungen, Geriatrie, Screening und Gesundheitschecks; Operationen und deren Nachsorge; Kostenübernahme bis zum dreifachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), damit z. B. auch Notfälle und Unfälle abgedeckt sind. Und: Es sollte transparent sein, welche Leistungen und Kriterien vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind (z.B. Altersgrenze, Erbkrankheiten, chronische Krankheiten). Sep. 2019
Ihr Praxisteam!

 

Leishmaniose: Impfung möglich.

Die canine Leishmaniose ist eine schwerwiegende und leider oft tödlich verlaufende Krankheit des Hundes. Sie gehörte bisher zu den sogenannten Reisekrankheiten oder Mittelmeerkrankheiten. Bis vor kurzem kam eine Infektion in Deutschland selbst nicht vor, nur Hunde, die sich im Mittelmeerraum aufhielten, konnten sich mit Leishmaniose infizieren. Derzeit geht man von ca. 100.000 Leishmaniose positiven Hunden in Deutschland aus. Dies sind Hunde, die aus den entsprechenden Ländern importiert wurden oder Hunde, die ohne ausreichenden Schutz ins Ausland mitgereist sind. Aber es gibt neuerdings auch ganz vereinzelte Fälle von Hunden, die nie im Ausland waren und trotzdem eine Infektion zeigen. Der Überträger der Erkrankung ist die da¨mmerungs- und nachtaktive Schmetterlingsmu¨cke bzw. Sandfliege. Durch den Stich der infizierten Mücke wird der Erreger Leishmania infantum auf den Hund u¨bertragen. Die Mücke gibt es vor allem in den mediteranen Ländern wie Frankreich, Spanien und Italien. Jedoch kommt durch den Klimawandel die Mücke immer weiter in unsere heimischen Breitengrade. Der bisher nördlichste Fund der Mücke ist Gießen. Die Mücke ist inzwischen in Süddeutschland und in einigen kleineren Gebieten entlang des Rheins heimisch geworden. Erste Symptome der Leishmaniose treten nach etwa 3 bis 18 Monaten auf. Selten kann der Erreger jedoch auch jahrelang in einem Ruhestadium verharren. Das Krankheitsbild reicht von Veränderungen der Haut bis hin zu schweren Allgemeinerkrankungen, bei denen Lymphknoten, Milz, Leber und Knochenmark befallen werden. Die Therapie eines erkrankten Hundes erfordert spezielle Medikamente, welche die Symptome der Erkrankung lindern, den Hund aber nicht heilen können. Es ist häufig eine lebenslange Therapie des Hundes erforderlich. Wird die Leishmaniose nicht behandelt, sterben 90% der infizierten Hunde innerhalb der ersten zwölf Monate häufig durch ein Nierenversagen. Gegen Leishmaniose gibt es einen Impfstoff. Eine Schutzimpfung gegen die Leishmaniose gehört sicherlich nicht zur Standardimpfung für Hunde. Ein Hund, der häufig in Leishmaniose-Gebiete reist, könnte durch die Impfung schon jetzt entsprechend geschützt werden. Eine Prophylaxe mit einem repellenten Präparat (d.h. die Mücke wird abgeschreckt und verla¨sst den behandelten Hund), welches dem Hund aufgetragen wird, ist trotz Impfung zwingend erforderlich. Beugen Sie mit Spot-On-Präparaten oder Halsbändern vor. August 2019
Ihr Praxisteam!

Hunde sind durch Mückenarten gefährdet.

Mücken kommen rund um den Globus vor und sind zum Teil berühmt berüchtigt. Je nach Art können sie beim Blutsaugen unterschiedliche Erreger auf Hunde übertragen: Stechmücken etwa die Larven von Haut- und Herzwürmern, Sandmücken den Erreger der Leishmaniose (Hinweis der Redaktion: Sandmücken sind so klein, dass sie handelsübliche Insektengitter passieren können). Ein Schutz vor ihnen ist vor allem für Hunde wichtig, die mit ihrer Familie in den Süden reisen, denn dort sind die von Mücken auf Hunde übertragenen Erkrankungen schon jetzt weit verbreitet. Aber auch Hunde aus Spanien, Italien oder Griechenland, die in Deutschland ein neues Zuhause gefunden haben, können unbemerkt Parasiten wie Herz- und Hautwürmer in sich tragen. Grundsätzlich ist es daher ratsam, Hunde aus dem Ausland bereits vor ihrer Einreise nach Deutschland auf bestimmte Erkrankungen zu testen, um das Risiko einer Verbreitung von gefährlichen Parasiten zu verringern. Da es jedoch auch noch kurz vor Abreise zum Stich einer infektiösen Mücke kommen kann, sollte ein Tierarzt etwa 6-8 Monate nach Ankunft in der neuen Heimat auf jeden Fall einen Nachtest machen. Werden Herzwurmlarven im Blut gefunden, können diese mit einem speziellen Präparat aus der Tierarztpraxis behandelt werden. Um eine mögliche Übertragung bis zum Ausschluss einer bestehenden Infektion zu vermeiden, ist die lückenlose Anwendung abwehrender Antiparasitenmittel sinnvoll. Lassen Sie sich bei Ihrem Tierarzt beraten.August 2019
Ihr Praxisteam!

Wo befinden sich Zecken?

Zecken begeben sich in Bodennähe bis in etwa einem Meter Höhe auf Beutesuche. Sie finden sich in freier Natur vor allem auf naturbelassenen Wiesen, in Sträuchern an Wegesrändern oder im Unterholz von Waldgebieten. Also genau dort, wo Hunde ihre Spaziergänge besonders genießen, weil es viel zu entdecken und zu erschnüffeln gibt. Teilweise leben sie sogar in unseren Gärten.
Warum sind Zecken gefährlich?
Beim Blutsaugen können Zecken mit ihrem Speichel gefährliche Krankheitserreger übertragen. Viele kennen etwa die von Zecken übertragenen Erkrankungen Borreliose und FSME. Hunde können sich mit Borrelien infizieren und hierdurch z. B. chronische Gelenkserkrankungen entwickeln. Zu einer Erkrankung durch FSME-Viren kommt es hingegen nur selten, diese kann dann aber schwerwiegend verlaufen. Relevant für Hunde sind hierzulande besonders die Erkrankungen Anaplasmose und Babesiose. Bei der Anaplasmose handelt es sich um eine fieberhafte Allgemeinerkrankung, bei der auch die Gelenke und das Nervensystem betroffen sein können. Bei der Babesiose werden die roten Blutkörperchen des Hundes befallen und dies kann zu einer lebensbedrohlichen Blutarmut führen.
Wie kann ich meinen Hund vor Zecken schützen?

Um das Tier vor gefährlichen Erkrankungen zu schützen, sollte der Hund mit einem wirksamen Anti-Zeckenmittel behandelt werden – wenigstens durchgehend vom Frühjahr bis zum Spätherbst. Besonders geeignet sind Anti-Zeckenmittel, die die meisten Blutsauger bereits vor dem Stich abwehren und anschließend abtöten. Entsprechende Präparate gibt es beim Tierarzt in Form von Spot-ons, Halsbändern oder Tabletten. Juli 2019
Ihr Praxisteam!

Tierarzt-Besuch: Welpen spielerisch heranführen.

Herzerfrischend sind sie und offen für alles Neue: Welpen entdecken ihre Welt mit großer Neugier. Auch der Besuch in einer Tierarztpraxis kann für Welpen eher „Spannung und Abenteuer“ bedeuten als „Angst und Verunsicherung“.
Deshalb ist es hilfreich, wenn Ihr kleiner Welpe schon vor einer Untersuchung oder der wichtigen Impfung einige Male in die Praxis kommt – einfach nur um sie zu „beschnuppern“, Streicheleinheiten und Leckerchen abzustauben. Planen Sie ab und zu solche „Stippvisiten“ ein, damit der Welpe von der Praxis und seinen Menschen einen positiven Eindruck bekommt. Dann gestalten sich die Untersuchung und die Impfung umso entspannter. Bei der Erstkontrolle begutachtet der Tierarzt Augen, Ohren und Nase auf Sekretspuren, die Indizien für eine Entzündung sein können.
Das Gebiss, evtl. Fehlstellungen und auch das Stadium des Zahnwechsels werden gecheckt.Zudem wird das Fell begutachtet und auf Parasiten untersucht. Alle Köperteile tastet der Mediziner zur Kontrolle ab, auch die Geschlechtsteile. Beim Rüden überprüft er, ob sich die beiden Hoden im Hodensack befinden. Auch die Überprüfung der Herztöne gehört zum ersten Ihr Praxisteam!

 

Infektion immer abklären lassen.

„Da ist es wieder!“ Die neunjährige Lisa ist ganz aufgeregt, denn ihre geliebte Schäferhündin Judy hustet in einer Tour. Es klingt heiser und erinnert an einen Hustenanfall. Was kann das nur sein? „Infektiöse Tracheobronchitis oder auch Zwingerhusten genannt“, diagnostiziert die Tierärztin. „Aber Judy lebt doch gar nicht im Zwinger, sondern bei uns im Haus!?“
Der Name ist irreführend, dennoch kann jeder Hund betroffen sein. Die Bezeichnung rührt daher, dass die Ansteckungsgefahr im Zwinger, wo sich mehrere Hunde aufhalten, besonders groß ist. Da die Übertragung durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Beschnuppern) erfolgt, ist der Zwingerhusten unter Hunden äußerst ansteckend.
Für den Menschen besteht keine Gefahr. Gerade an Orten, wo viele Hunde zusammenkommen, z.B. in Hundeschulen, auf Ausstellungen oder in Tierpensionen, kann eine Ansteckung schnell erfolgen. Deshalb empfehlen Tierärzte je nach Lebenssituation des Hundes eine Impfung gegen Zwingerhusten.
Zu den Erregern gehören eine ganze Reihe von Viren und Bakterien (z.B. Parainfluenzavirus oder Bakterium bronchiseptica), die eine Infektion der Atemwege hervorrufen.Umweltfaktoren wie Stress, zu niedrige oder zu hohe Temperaturen können dazu beitragen, dass der Hund erkrankt. Ein direktes Heilmittel gibt es nicht. Bei Schäferhündin Judy setzt die Tierärztin Antibiotika und Hustenmittel ein, um die Anfälle zu kontrollieren. Die Erkrankung ist dann nach einigen Wochen vergessen. Absolute Ruhe für den Hund unterstützt den Heilungsprozess. Besonders bei älteren, sehr jungen oder geschwächten Tieren kann der Zwingerhusten lebensgefährlich werden, z.B. wenn sich im Anschluss eine Lungenentzündung entwickelt. Fragen Sie Ihre/n Tierärztin/Tierarzt, ob eine Impfung im Fall Ihres Tieres sinnvoll ist oder nicht. Als allgemeine Prophylaxe gilt: Ausgewogene Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft, damit das Immunsystem gestärkt ist Ihr Praxisteam!

Haarlose Stellen, Schuppen, Krusten.

Genau wie der Mensch können auch Tiere an Hautpilzen erkranken, die sich in der Haut und den Haaren des Tieres entwickeln. Eine Hautpilzinfektion, die sogenannte Dermatophytose, gilt bei Hunden und Katzen als eine der häufigsten infektiösen Hautkrankheiten. Wie stecken sich die Tiere an? – Hautpilze werden in Form winziger Sporen übertragen. Ist ein Tier infiziert, verteilen sich diese Sporen über die Haare leicht in der Umgebung und können hier über Jahre hinweg infektiös bleiben. Hunde und Katzen stecken sich dadurch an, dass sie entweder direkt mit einem infizierten Tier oder auch mit Gegenständen in Kontakt kommen, die mit Pilzsporen verunreinigt sind. Hierzu zählen beispielsweise Decken, Körbe, Halsbänder, Bürsten oder Transportboxen, aber auch Böden und Möbelstücke. Grundsätzlich können alle Hunde- und Katzenrassen an einem Hautpilz erkranken. Allerdings führt nicht jeder Kontakt mit den Pilzsporen zwangsläufig zu einer Infektion. Als besonders gefährdet gelten sehr junge, alte oder kranke Tiere sowie Tiere mit einem geschwächten Immunsystem. Auch ein Befall mit Parasiten, zum Beispiel Flöhen, Zecken oder Milben, gilt als Risikofaktor. Darüber hinaus können schlechte Haltungsbedingungen, falsche Fütterung oder Stress die Wahrscheinlichkeit einer Pilzinfektion erhöhen. Typische Anzeichen für eine Infektion – Eine Pilzinfektion ist oft schwer zu erkennen. Beschwerden wie Haarausfall, struppiges Fell, Schuppen- oder Krustenbildung sowie kleine Papeln und Pusteln können auf eine Hauterkrankung hindeuten. Die oftmals runden, haarlosen Stellen befinden sich häufig im Bereich des Gesichts, an den Ohren und den Gliedmaßen. Hundebesitzern fällt bei einer Pilzinfektion manchmal eine knotenartige Entzündung an Nase oder Pfoten ihres Tieres auf, das „Kerion“. Bei Hautpilzverdacht zum Tierarzt! – Die Pilze sind leicht auf andere Tiere, aber auch auf Menschen übertragbar. Der Tierarzt wird zunächst überprüfen, ob tatsächlich eine Pilzinfektion vorliegt, u.a. mit einer Laboruntersuchung. Sobald die Diagnose vorliegt, müssen Tierbesitzer ihr Tier konsequent für mindestens 6 bis 8 Wochen mit Arzneimitteln behandeln, die die Pilze abtöten. Dabei kommen sowohl Tabletten/Saft als auch äußerlich wirkende Medikamente zum Einsatz, die auf die gesamte Haut – also auch auf nicht befallene Bereiche – aufgetragen werden müssen. Zur Kontrolle wird nach etwa vier Wochen eine erneute Laboruntersuchung anstehen. Ebenso wichtig wie die medikamentöse Behandlung ist es, die Umgebung des Tieres gründlich mit geeigneten Desinfektionsmitteln zu reinigen. Ihr Praxisteam!

Mundgeruch: Wichtiger Hinweis für Tierbesitzerh

Mira schmust für ihr Leben gern. Es gibt für die Katze nichts Schöneres als zu flirten. Was deshalb gar nicht gut ankommt, ist Mundgeruch. Abgesehen davon, dass der übel riechende Atem aus dem Schnäuzchen des Tieres unangenehm ist, deutet er in der Regel auf Entzündungen des Zahnfleisches (Gingivitis) hin.Nach der Fütterung bleiben bei den Tieren Futterreste an den Zähnen oder in den Zahnzwischenräumen zurück. In der Maulhöhle der Katzen gibt es eine Vielzahl von Bakterien, die sich an der Zahnoberfläche festsetzen und vermehren. Zusammen mit Nahrungsresten entstehen klebrige Beläge. Wenn sich nun zusätzlich Mineralsalze aus dem Speichel ablagern, wird aus dem Belag Zahnstein. Dieser ist gelb, ocker, braun oder grau und ist zuerst an der Außenfläche der Fang- und Backenzähne zu sehen. Die Reibung des Zahnsteins sowie die in den Plaque-Bakterien enthaltenen Giftstoffe können Zahnfleischentzündungen hervorrufen. Am Zahnfleisch ist dann eine schmale Rötung zu sehen. Ohne Behandlung geht das Zahnfleisch zurück (Parodontose), die Zähne fallen aus oder müssen gezogen werden. Gefährlich sind Plaque-Bakterien und ihre Gifte, weil sie Magen-Darm-Erkrankungen oder Herzprobleme verursachen können. Wie kann man vorbeugen? Lassen Sie die Zähne jährlich, besser halbjährlich kontrollieren. Der Tierarzt erkennt Erkrankungen im Ansatz. Für Menschen wie für Tiere sind das Entfernen von Zahnstein und die anschließende Politur eine sinnvolle Maßnahme.
Effektiv ist das Zähneputzen mit speziellen Bürsten und Pasten. Ihr Praxisteam!

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