bleiben sie am ball

SARS-CoV-2 : Ansteckung für Hunde und Katzen?

(07.05.2020) „Bisher gibt es keinen wissenschaftlich belegbaren Hinweis auf eine epidemiologisch relevante Infektion von Hunden durch infizierte Personen“, so das Friedrich-Löffler-Institut (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit.

Bei zwei Hunden aus unterschiedlichen Haushalten mit SARS-CoV-2 infizierten Personen in Hong Kong wurde genetisches Material des Erregers entdeckt, in einem Fall wurde auch infektiöses Virus nachgewiesen. Beide Hunde zeigten keine Krankheitssymptome. Eine erste Studie aus China und die beiden Einzelfälle aus Hong Kong weisen auf eine geringe Empfänglichkeit von Hunden für SARS-CoV-2 hin. Können sich Katzen und marderartige Tiere wie z.B. Frettchen bei infizierten Personen anstecken? In Belgien wurde bei einer Katze Erbmaterial von SARS-CoV-2 nachgewiesen.

Die Katze stammt aus einem Haushalt mit einer Person, die an Covid-19 erkrankte und Symptome zeigte. Eine Woche später entwickelte die Katze selbst Atemnot, Erbrechen und Durchfall und wurde daher untersucht. Es wurden keine anderen möglichen Ursachen abgeklärt, welche die Symptome bei der Katze auch erklären könnten. Das Tier erholte sich wieder.

Die belgischen Behörden werten den Nachweis als Einzelfall und weisen darauf hin, dass die Symptome zwar auf Covid-19 hinweisen, dies aber nicht eindeutig belegt ist. Eine aktuelle Studie aus China zeigt, dass sich Katzen und Frettchen experimentell mit SARS-CoV-2 infizieren lassen und das Virus unter den besonderen Versuchsbedingungen auch auf Artgenossen übertragen können. Die Studie hat das Friedrich-Löffler-Institut auf ihrer Website veröffentlicht. Auch das Friedrich-Loeffler-Institut wies in einer Studie nach, dass sich Frettchen infizieren lassen und SARS-CoV-2 unter Versuchsbedingungen an Artgenossen weitergeben können. Dies erlaube allerdings keine Rückschlüsse darauf, ob Katzen und Frettchen Virusmengen ausscheiden, die für eine Infektion des Menschen ausreichen, so das FLI. „Ob solche Infektionen tatsächlich stattfinden können, muss weiter untersucht werden.“, so das Institut. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass Haustiere Menschen angesteckt haben.

Die Haltung von Katzen wurde nicht als Risikofaktor identifiziert. Auch bei der SARS-CoV-Epidemie im Jahr 2003 kam es zu Infektionen bei Katzen, ohne dass dies für eine Weiterverbreitung relevant war.

Für das Friedrich-Loeffler-Institut spielen Haustiere nach dem jetzigen Kenntnisstand epidemiologisch keine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 / Covid-19. ©Textquelle: https://www.fli.de, Stand 14.April 2020

Öffnungszeiten & Termine

Liebe Patientenbesitzer,

ab sofort bieten wir Ihnen auch an Samstagen & Sonntagen sowie Feiertagen eine tierärztliche Betreuung an!

  • Bitte vereinbaren Sie dafür zwingend telefonisch einen Termin! 0173 686 37 37 oder 0208 696 4688.
  • Für alle hoch akuten Notfälle steht Ihnen weiterhin die Tierklinik Duisburg Kaiserberg 24h zur Verfügung.
  • Wir versuchen mit dem Extraangebot unserem Teil in der Krise zu leisten.
  • Der Mobile Service ist nur noch möglich, wenn wir Ihr Tier auf dem letzten Weg begleiten müssen.

Notdienst-Gebühr

  • Mit Wirkung zum 14.02.2020 sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, für Untersuchungen im Notdienst eine zusätzliche Notdienst-Gebühr von EUR 50,00 + MwSt. abzurechnen. Desweiteren ist jede tierärztliche Leistung mit mindestens dem zweifachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte abzurechnen.

Kaninchen: Impfungen vornehmen lassen!

Meist im März/April steht wieder die nächste Myxomatose-Impfung für Kaninchen an. Denn: Langohren in privater Haltung sollten vor Myxomatose und Chinaseuche (Rabbit Hemorrhagic Disease/RHD1 und RHD2) geschützt werden. Die Myxomatose ist eine hochansteckende, tödliche Krankheit, die durch ein Virus hervorgerufen wird. Experten sprechen von einer Kaninchenseuche. Typische Symptome der Erkrankung sind zugeschwollene Augenlider, Ödeme unter der Haut und eiternde Entzündungen an Augen und Nase. Auch das Anschwellen des Kopfes ist charakteristisch. Deshalb wird Myxomatose auch „Löwenkopfkrankheit“ genannt. Die Erreger werden vorwiegend durch stechende Insekten wie Mücken und Flöhe übertragen. Sie können aber auch mit den Schuhen in die Wohnung getragen werden. Außerdem ist die Übertragung durch Beschnuppern oder das Futter möglich. Am besten ist es, wenn der Tierarzt im März oder April gegen Myxomatose impft, bevor die Mückenzeit beginnt. In der Regel wird halbjählich die Impfung aufgefrischt. Auch gegen RHD1 und RHD2 hält die Praxis einen Impfstoff bereit. Das Virus wird durch direkten Kontakt, aber auch durch indirekten Kontakt, sprich über Insekten: Fliegen, Stechmücken, sogar über Futter (Löwenzahn auf der Wiese, Gras) und Kleidung übertragen. Deshalb sind auch Kaninchen in der Wohnungshaltung gefährdet. Die Erkrankung wird ebenfalls durch ein Virus verursacht. Die Tiere sterben an inneren Blutungen. Typischerweise entwickeln sie kaum Symptome. Ab und an bemerkt der Besitzer blutigen Durchfall oder schwere Atembeschwerden. Bei den Kaninchen wird RHD1 und RHD2 einmal pro Jahr geimpft.
Lassen Sie die nötige Impfung vornehmen. Melden Sie sich bei Ihrem Tierarzt-Team und vereinbaren Sie einen Termin. ©presse-punkt.de (Erstellt am 06.04.-2020)

INFO Über Öffnungszeiten:

Auf Grund der aktuellen Lage bzgl. des Coronavirus, möchtenn wir sie als tiermedizinischer Betrieb informieren, dass wir alles tun, um auch weiter für die Gesundheit ihrer Tiere ihr Ansprechpartner und für sie da zu sein. Um Sie und Ihre Angehörigen sowie uns zu schützen, sehen wir uns leider gezwungen, eine kurzfristige Änderung unserer Öffnungszeiten und Präsenzzeiten vorzunehmen. 

 

 

 

 

 

 

 

Wir zeigen keine Krankheitssymptome, waren nicht in Kontakt mit infizierten Personen und waren nicht in einem Gebiet dass durch das Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist und sind darum zu unseren Öffnungszeiten weiter geöffnet, wie sie es gewohnt sind.

Haben Sie bitte Verständnis, dass wir im Einzelfall entscheiden, ob das Tier evtl. nur alleine untersucht und behandelt wird und Sie als Besitzer vor der Tür oder im Wartezimmer warten müssen.

Je nach Patientenaufkommen kann es sein, dass Sie kurzfristig gebeten werden, vor der Tür, in Ihrem eigenen Wagen oder bei uns auf der Terrasse zu warten. Des Weiteren können wir Ihnen nur sehr eingeschränkt eine Behandlung bei Ihrem Wunschtierarzt ermöglichen.

Ab sofort haben wir nur noch eine Terminsprechstunde: 9.00 – 13.00 Uhr & 15.00 – 19.00 Uhr 

Hausbesuche werden derzeit nur noch für Sterbebegleitungen im absoluten Einzelfall durchgeführt.

Dringende, nicht zu verschiebende Operationen werden ebenfalls nur nach Absprache durchgeführt.


Wir bitten sie darum, damit wir auch weiter für sie geöffnet bleiben können, dass sie selbst verantwortungsbewust mit diesem Thema umgehen und uns auf Risiken hinweisen bzw vorab per Telefon informieren, sodaß wir Vorsichtsmaßen vor Kontaktaufnahme treffen können und ihr Tier im Notfall trotzdem behandelt werden kann.

Bitte halten sie sich an folgende Praxisregeln, damit wir in den nächsten Wochen für sie da sein können:
1. Kommen sie bitte immer nur alleine mit Ihrem Tier
2. Wenn sie selbst krank sind, bitte schicken sie jemanden anderen mit Ihrem Tier und informieren sie uns
3. Halten sie in der Praxis bitte den benötigten und zugewiesenen Abstand
4. Kommen Sie bitte nur dann wenn ihr Tier krank ist
5. Bitte haben sie Verständnis, dass wir zur Zeit besonders nur eine Terminsprechstunde haben, rufen sie uns bitte rechtzeitig an wenn ein Notfall vorliegt, dass wir besser planen können.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Maßnahmen eine dauerhafte medizinische Versorgung anbieten zu können. Aus rechtlichen Gründen kann es sein, das zeitnah Änderungen folgen, auf die wir sehr kurzfristig reagieren müssen. 

Wir verbleiben in der Hofnung auf eine gesunde Zukunft mit der Aussicht auf einen beginnenden Frühling.
Ihr Tierarztpraxis K. Büttner Team.

(Erstellt am )

Drüsen-Verstopfung: Kontrollen ratsam. (Feb. 2020)

Der Rüde Jeffrey nagt seit einigen Tagen an seiner Rute. Offensichtlich wird er von einem lästigen Juckreiz geplagt. Der Tierarzt stellte fest, dass seine Analbeutel verstopft sind – ein Problem, das unter allen Hunderassen verbreitet ist, besonders kleinere Hunde und übergewichtige Katzen sind anfällig. Der Juckreiz kann so ausstrahlen, dass ebenfalls das Kabbern an Hinterbeinen und Flanken zu Indikatoren für die Drüsen-Verstopfung zählt. Auch das Rutschen mit dem Hinterteil über den Boden („Schlittenfahren“) ist ein Hinweis. Wir Menschen können nur die Nase rümpfen, wenn wir das bräunliche, fettige Sekret riechen, das beim Kotabsatz von dem Kotstrang aus dem Beutel herausgedrückt wird und die „Hinterlassenschaft“ wie einen Film überzieht. Bello hingegen findet den Duft äußerst interessant, ist er doch die Visitenkarte eines jeden Hundes. Die Analbeutel liegen links und rechts des Afters und sind in dessen Schließmuskulatur eingebettet. Die stecknadelkopfgroßen Öffnungen ihrer Ausführungsgänge münden in vier Uhr- und acht Uhr-Stellung in die Afterrosette. Eine Verstopfung liegt schnell vor, Sandkörner können schon die Ursache sein. Auch wenn der Kot zu hart ist, können die Ausführungsgänge zuschwellen, da sie zu stark gereizt werden. Nicht behandelt, kann es zu äußerst schmerzhaften Entzündungen bis hin zum Abszess kommen. Auch Fistelbildungen sind möglich. Dann wird eine lange Therapie nötig. Aus diesem Grund gilt auch hier: Früh erkannt, ist halb geheilt. Obwohl eine Analbeutel-Verstopfung auch große Rassen treffen kann, ist das Risiko bei kleineren Hunden höher. Deshalb ist es ratsam, die Analbeutel vom Tierarzt in regelmäßigen Abständen kontrollieren zu lassen. Neigt Ihr Hund zu verstopften Analdrüsen, schmerzhaften Entzündungen oder Abzessbildungen? Lassen Sie sich unbedingt in Ihrer Praxis beraten. ©presse-punkt.de

 

Häufiges Lecken: Anzeichen für Infektion. (Feb.2020)


Adrian krümmt seinen Rücken beim Wasserlassen. Die gute Beobachtungsgabe des Tierhalters konnte Chinchilla Adrian viel Schmerzen ersparen. Erkrankungen der harnableitenden Wege treffen eben auch Chinchillas. Dazu gehören Blasen- oder Niereninfektion (durch Bakterien/Keime verursacht), Blasenschlamm oder Blasengries sowie Blasensteine. Alle Erkrankungen haben eines gemeinsam: Sie sind äußerst unangenehm und schnell schmerzhaft. Feuchtes Hinterteil, häufiges Lecken zeigen die kuschelig grauen Tiere. Chinchillas können sogar Laute von sich geben, wenn es beim Urinieren weh tut. Und: Es geht nicht einfach so vorbei … hier muss der Tierarzt schon nachhelfen. Eine für uns Menschen scheinbar „simple“ Blaseninfektion kann in kurzer Zeit für die kleinen Wesen unbehandelt tödlich enden, da sie dem Tier lebensbedrohlich zusetzen kann. Und: Sie ist meist Wegbereiter für Blasensteine. Da häufig kalziumhaltige Blasensteine vorkommen, sollte man generell darauf achten, nicht zu viel kalziumhaltiges zu verfüttern: z.B. wenig Pellets, Trockenfutter, Trockenkräuter – besonders dann, wenn das Tier zu Blasensteinen neigt. Bei Chinchilla Adrian hat der Tierarzt Blasengries festgestellt. Mit einer Futterumstellung und ausreichend Flüssigkeit kann der Tierhalter das Problem für Adrian aus der Welt schaffen. Bei Blasen- und Niereninfektionen sind Medikamente vom Tierarzt nötig, um dem Tier zu helfen. Generell können bestimmte Kräutertees und spezielle getrocknete Kräuter bei der Tierarzt-Behandlung unterstützend wirken, sie aber nicht ersetzen. Blasensteine müssen überwiegend operativ entfernt werden. Wenn die Art der Blasensteine bestimmt wird, kann die zukünftige Fütterung dann auch angepasst werden, so dass möglichst lange keine weiteren Steine entstehen.©presse-punkt.de

Ernste Gründe für „Geruchsalarm“ (Jan.2020)

Wenn der eigene Hund wohlig warm in seinem Körbchen liegt und leise vor sich hinpubst, macht man als Tierhalter gerne mal einen Scherz. Passiert der „Geruchsalarm“ mehrfach, ist dem Menschen bald nicht mehr zum Lachen. So genannte Flatulenzen, wie der Mediziner sagt, müssen nicht immer auf eine Erkrankung hindeuten. Auf die Menge der Vorfälle sollte der Tierhalter indessen achten. Bei Blähungen entsteht eine belastende Gasbildung zum einen durch Mi-kroorganismen im Dickdarm, zum anderen „bearbeiten“ Bakterien schlecht Verdauliches im Enddarm – hier entsteht ebenfalls dicke Luft. Blähungen können bei einer einseitigen, einer zu fettreichen oder grundsätzlich falsch abgestimmten Ernährung vorkommen. Auch minderwertige Eiweiße können für „Gestanks-Attacken“ verantwortlich sein. Bohnen und Erbsen können (wie beim Menschen) den Darm zum Singen bringen. Da Hunde das Enzym zur Aufspaltung der Laktose nicht besitzen, hat auch Milchzucker bei Bello besagte Wirkung. In der Regel kann der Tierbesitzer Blähungen des Hundes abstellen, in dem er genauer schaut, was Bello bei der Fütterung verträgt und was nicht. Schließlich gibt es Nahrungsunverträglichkeiten. Zu wenig Bewegung oder das „Luftschlucken“ kurznasiger (brachyzephale) Rassen beim Fressen können weitere Ursachen sein. Tierärzte plädieren stets für die frühzeitige Abklärung, denn: Wann schließlich die „Gestanks-Attacken“ im Rahmen sind und wann nicht, hängt meistens von der Leidfähigkeit des Tierbesitzers ab. Gründe für starke Blähungen: Am Rande bemerkt, ist für das Tier ein oft aufgeblähter Darm auch äußerst unangenehm und kann schmerzhaft sein. Möglich ist es durchaus, dass Erkrankungen dahinterstecken, z.Bsp. Infektionen, Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse, Darmerkrankungen. Zuweilen können Durchfall und Erbrechen einhergehen, z.B. auch Fieber, Unwohlsein, unruhiger Schlaf. Also: nicht jede „Pubs-Phase“ ist harmlos.©presse-punkt.de


Züchtungen meiden, Schmerzen verhindern. (Jan. 2020)


„Das ist doch krank!“ – mit diesem Slogan möchte die Berliner Tierärztekammer den Trend zum unbedachten Tierkauf stoppen und potenzielle Käufer sensibilisieren. Plakate gegen Qualzucht wurden in Berlin veröffentlicht, auf denen Tierärztinnen und Tierärzte Stellung beziehen. „Der Hang zum Besonderen darf nicht auf die Kosten der Tiergesundheit gehen“, mahnt die Präsidentin der Tierärztekammer Berlin, Dr. Heidemarie Ratsch. Auch solle jede Nutzung von Defektzuchten in der Öffentlichkeit durch Werbung oder in Filmen unterlassen werden, um den Erwerb solcher Tiere nicht zusätzlich anzureizen. Ebenso wurde ein neuer Flyer erstellt, um zukünftige Tierhalter über verschiedene Qualzuchtmerkmale bei Katzen zu informieren. Prof. Dr. Achim Gruber, Tierpathologe der FU Berlin, stellte auch bei Katzen zahlreiche, aktuell leider sehr populäre Defektzuchtvarianten vor, die unbedacht durch Zucht auf vermeintliche Schönheit, Niedlichkeit oder Extravaganz entstehen. Daraus resultiert bedauerlicherweise „ein weites Spektrum von Gesundheitsstörungen, Ausfall von Sinnesleistungen (etwa Taubheit) oder ein Verlust der Möglichkeit zu artgerechtem Verhalten“. Neben der Aufklärung kaufwilliger Welpeninteressenten, müsse auch der Import bzw. das Verbringen solcher Hunde untersagt, ein striktes Ausstellungsverbot etabliert und die Zucht streng reguliert werden, fordert Diana Plange, die Berliner Landestierschutzbeauftragte. Fachtierarzt für Reproduktionsmedizin, PD Dr. Sebastian Arlt, sagt, dass vor einer Zucht reproduktionsmedizinisch untersucht werden sollte, „ob die Geschlechtsorgane normgerecht ausgebildet sind, das knöcherne Becken des weiblichen Tieres eine natürliche Geburt zulässt und ob das Gebiss einer Hündin oder Katze geeignet ist, Fruchthüllen zu öffnen oder Nabelschnüre durchzubeißen. Da ein Großteil der Hunde und Katzen nicht von professionellen Züchtern gezüchtet wird, sollten Tierhalter generell über rassespezifische Gesundheitsrisiken und mögliche Erbmängel aufgeklärt werden. Denn Qualzucht ist nicht niedlich. Kaufen Sie solche Tiere nicht, werden sie auch nicht mehr gezüchtet, so die Bundestierärztekammer.©Textinformation: https://www.bundestieraerztekammer.de

Was ist eigentlich ein Notfall? (Dez.2019)


Allzu oft landen Fälle beim Notdienst, die auch in den normalen Sprechzeiten hätten behandelt werden können. Im Notfalldienst werden Patienten außerhalb der üblichen Sprechzeiten, nachts, an Wochenenden und Feiertagen tierärztlich versorgt. Zeigt das Haustier aber schon seit einiger Zeit Symptome, die den Tierhalter nun plötzlich beunruhigen, sollte man überlegen, ob der Tierarztbesuch auch bis zum nächsten Werktag warten kann. Denn der Notfalldienst sollte Notfällen vorbehalten sein. Außerdem muss dem Tierbesitzer bewusst sein, dass auch aufgrund der Bereitstellung des Personals für den Notdienst die Kosten für eine Notfallbehandlung um ein Mehrfaches über denen einer Behandlung innerhalb der normalen Sprechzeiten liegen. Einen Notfall am eigenen Haustier zu erkennen, ist durch die emotionale Verstrickung nicht immer leicht. Routinebehandlungen, Impfungen oder Behandlungen von Erkrankungen, die bereits seit Längerem bestehen und nicht lebensbedrohlich sind, sind keine Notfälle. Im Notfalldienst werden Patienten nach einem Unfall, mit lebensbedrohlichen Erkrankungen oder starken Schmerzen behandelt. Die Notfallbehandlung soll den Patienten stabilisieren und, sofern er Schmerzen hat, diese lindern. Die Bundestierärztekammer (BTK) hat zu diesem Thema einen Flyer „Schnelle Hilfe für Hund, Katze & Co.“ herausgegeben, um Tierbesitzer über den tierärztlichen Notdienst für Klein- und Heimtiere zu informieren. Die Broschüre gibt Antworten auf häufige Fragen und Tipps, wie man einen Notfall erkennt und richtig damit umgeht. In einige Praxen/Kliniken liegt die Broschüre aus. Einsehbar ist sie unter: https://www.bundestieraerztekammer.de/presse/2019/08/notdienst-flyer.php

Kontrolle der Prostata beim älteren Hund. (Nov.2019)


Symptome vieler Erkrankungen fallen meist erst auf, wenn das Tier bereits schwer erkrankt ist. Deshalb ist der regelmäßige Gesundheitscheck zur frühzeitigen Erkennung äußerst wichtig. Ein Beispiel ist die gutartige Vergrößerung der Prostata des älteren, unkastrierten Rüden. Sie tritt oft auf, denn mit zunehmendem Alter verändert sich das Verhältnis der Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen zueinander. Es entsteht ein Ungleichgewicht, das zur Vergrößerung der Prostata führt.Frühe Behandlung: Die Prostata drückt beim Rüden auf den Enddarm. Es fällt schwerer, Kot abzusetzen. Der Hund hat wachsende Schmerzen. Oft tritt mit der Zeit blutiges Sekret aus der Harnröhre. Die Prostata-Vergrößerung kann auch Folgeerkrankungen den Weg ebnen: z.B. Zysten, schwere Entzündungen oder einen Dammbruch. Das alles kann dem Tier erspart werden, wenn der Tierarzt ein- bis zweimal jährlich eine Untersuchung vornimmt. Es gibt mehrere Untersuchungen, die auch kombiniert werden. In einer rektalen Untersuchung kann die Prostata über den Mastdarm abgetastet werden. Ein Röntgenbild zeigt Größe und Lage. Eine detaillierte Darstellung bietet der Ultraschall, da hier die Struktur der Prostata erkennbar wird und ihre Größe exakt vermessen werden kann.Weitere Schritte: Sollte eine deutliche Vergrößerung festgestellt werden, kann der Tierarzt helfen. Die Therapie hat vorwiegend das Ziel, den Testosteron-Einfluss auf die Prostata zu minimieren. Hier hilft die chirurgische Kastration, aber mittlerweile stehen auch Medikamente zur Verfügung, die gezielt die Testosteron-Wirkung auf die Prostata blockieren. Hier berät Sie Ihr Tierarzt, welche Schritte unternommen werden sollten. Routinemäßige Untersuchung:Wenn Ihr unkastrierter Rüde im Alter von 5-7 Jahren ist, ist eine routinemäßige Prostata-Untersuchung empfehlenswert. Dies kann im Zuge der Impfungen geschehen.©www.presse-punkt.de


Herbstgrasmilben: Juckreiz lindern. (Nov.2019)


Sie sind winzig, orange-rot gefärbt und lauern im Gras und auf anderen, vorzugsweise niedrigwachsenden Pflanzen: Die Larven der Herbstgrasmilbe. Sie kommen fast in ganz Mitteleuropa vor und treten gehäuft gegen Ende des Sommers sowie im Herbst auf. Diese sehr kleinen (< ein Millimeter), sechsbeinigen Milben finden sich auf Weiden und Wiesen, in Gärten und Parks sowie an Waldrändern an feuchten, warmen, von Sonne beschienenen Stellen. Läuft ein passender Wirt vorbei, wie beispielsweise ein Hund, eine Katze oder auch ein Mensch, lassen sich die kleinen Plagegeister einfach von den Pflanzen abstreifen. Der Stich der Grasmilbe ist nicht zu spüren. Allerdings sondern die Grasmilben-Larven, die sich in der Haut für einige Tage von Zellsaft und Lymphflüssigkeit ihres Wirts ernähren, bei ihrem Stich Speichel ab. Dieser löst in der Haut eine allergische Reaktion aus, die mit einem starken Juckreiz einhergeht. Während die Milbenlarven ihren Wirt nach wenigen Tagen – und auch ohne jegliche medizinische Behandlung – wieder verlassen, bleibt der Juckreiz oft noch einige Zeit danach bestehen. Gegen Herbstgrasmilben gibt es kein „Patentrezept“. Einem Befall können Tierbesitzer vorbeugen, indem sie ihre Katze vorübergehend im Haus halten oder mit ihrem Hund Auslaufflächen vermeiden, auf denen sich bekanntermaßen viele Milben befinden. Bestimmte Präparate gegen Floh- und Zeckenbefall, die beim Tierarzt erhältlich sind, schrecken auch Herbstgrasmilben ab. Bewährt haben sich auch Sprays. Alternativ können Tierhalter ihr Tier alle paar Tage mit medizinischen Shampoos waschen, die Wirkstoffe der Pyrethroid-Klasse enthalten. Diese Maßnahmen helfen, wenn es zu einem Befall gekommen ist: Der quälende Juckreiz lässt sich mit Hilfe entzündungshemmender Salben oder Cremes vom Tierarzt lindern. Außerdem wird durch die Behandlung vermieden, dass es durch anhaltendes, intensives Lecken oder Kratzen an den betroffenen Stellen zu einer ernsthaften Schädigung der Haut kommt. Eine Übertragung von Tier zu Mensch oder auch von einem Tier zum anderen ist hingegen nicht zu befürchten. Auch ein Befall der Wohnung kommt nicht vor. ©ESCCAP https://www.esccap.de

 

„Going-light-Syndrom“ beim Wellensittich. (Nov.2019)


Wellensittich Paul schläft länger. Die Feststellung an sich klingt nicht bedrohlich, doch die Tierhalterin lässt den Vogel vom

Tierarzt durchchecken. Der Tierarzt diagnostiziert den Erreger Macrorhabdus ornithogaster, Au

slöser des „Going-light-Syndrom“, auch Megabakteriose genannt. Die Namensgebung ist irreführend, handelt es sich doch nicht um ein Bakterium, sondern um eine Hefepilzerkrankung des Magen-Darmtraktes. Wellensittiche sind unter den Vögeln häufig betroffen. Zur Diagnosefindung kann die mi-kroskopische

Kotuntersuchung Aufschluss geben, doch da die Pilze nicht immer im Kot zu finden sind, hilft auch ein Abstrich aus dem Kropf oder das Röntgen, um Veränderungen z.B. am Drüsenmagen festzustellen. Möglich ist es, dass im Allgemeincheck des Vogels der Erreger entdeckt wird, obwohl das Tier bislang keine Symptome gezeigt hat. Wellensittiche können den Pilz in sich tragen, ohne dass er ihnen Schwierigkeiten bereitet. Dennoch liegt es an der Einschätzung des Tierarztes, ob der Wellensittich medikamentös eingestellt werden muss. Die Erkrankung macht sich in Schüben bemerkbar und setzt dann dem Vogel zu. Der Tierarzt entscheidet weiteres Vorgehen und kann bei rechtzeitiger Diagnose dem Wellensittich helfen. Unbehandelt kann das Tier sterben. Problematisch ist bei der Megabakteriose der rasche Gewichtsverlust bei gutem, manchmal sogar gesteigertem Appetit. Auch andere Erkrankungen verursachen einen Gewichtsverlust. Deshalb ist es ratsam, das Tier regelmäßig zu wiegen, vorzugsweise einmal pro Woche. Paul wird gegen das „Going-Light-Syndrom“ behandelt, muss aber nicht von seinen gefiederten Freunden getrennt werden. Der Hefepilz ist generell unter den Populationen weit verbreitet, eine Ansteckung ist zwar denkbar, aber nicht bestätigt. Eine Trennung von dem Schwarm würde für das Tier Stress bedeuten und Stress wird als ein entscheidender Faktor vermutet für den Ausbruch der Krankheitsschübe. Weitere Ursachen für Stress können sein, z.B.: Umstellung der Lebensstruktur (Verlust von Artgenossen, Neuzugänge), Streitigkeiten unter den Tieren, Änderung der Voliere, falsche Ernährung, andere innere Erkrankungen, Tumore. ©Vogelkundlicher Tierarzt Dr. Kappeln/ www.tieraerzteverband.de/smile/

Wie erkenne ich einen Bandscheibenvorfall?

Das Gangbild des Jack Russell Terriers Benny hat sich verändert: er lahmt und läuft schwankend. All das scheint dem kleinen Kerl nichts auszumachen, dennoch ist der Besuch beim Tierarzt keine übertriebene Maßnahme. Dies können nämlich die ersten Anzeichen eines Bandscheibenvorfalls sein und eine Therapie hat bei Früherkennung die beste Prognose. Der Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps), auch gerne unter den Tierhaltern „Dackellähmung“ genannt, betrifft nicht nur Dackel, sondern Hunderassen, die eine genetische Veranlagung aufweisen. Es sind hier vorwiegend kleine Rassen wie Jack Russel Terrier, Französische Bulldoggen oder Beagle und Shi Tzu betroffen. Doch bevor sich Tierhalter großer Hunderassen zurücklehnen: Auch diese können durch Fehl- und Überbelastung sowie durch Übergewicht oder altersbedingte Verschleißerscheinungen ebenfalls einen Bandscheibenvorfall bekommen. Zwischen den Wirbelkörpern liegen die Bandscheiben, ein ringförmiges Knorpelgewebe, das einen Gallertkern umschließt. Bei einem Bandscheibenvorfall tritt der Gallertkern aus dem Gewebe heraus und drückt aufs Rückenmark und auf umliegende Nerven.Welche Symptome bei dem Hund auftreten, hängt davon ab, wo der Bandscheibenvorfall aufgetreten ist und um welchen Schweregrad es sich handelt. Generell leidet der Hund an Schmerzen und ist weniger bewegungsfreudig. Bei der Erkrankung an der Halswirbelsäule kann es beispielsweise zu Schmerzempfindlichkeiten am Nacken, steife Kopf- und Halshaltung sowie zu Lähmungen in den Vorderläufen kommen. Bei einem Vorfall an der Brustwirbelsäule (BWS) oder Lendenwirbelsäule (LWS) ist es möglich, dass der Hund einen gekrümmten Rücken bzw. Buckel zeigt. Auch Lähmungen sowie Inkontinenz können auftreten. Je früher therapeutische Maßnahmen ergriffen werden, desto besser. Mit einer neurologischen Untersuchung und bildgebender Diagnostik (Röntgen, CT oder MRT) wird der Vorfall bestätigt. Je nach Vorfall und bei Früherkennung kann bereits eine konservative Therapie helfen und auf einen operativen Eingriff verzichtet werden. Ein Maßnahmen-Plan, der Bewegungsruhe vorsieht, gezielte Übungen aus der Physiotherapie und eine Schmerztherapie können dem Tier helfen, wieder seine fühere Lebensqualität zu erlangen. Auch Homöopathie und Akupunktur können unterstützend hilfreich sein. Oktober. 2019
Ihr Praxisteam!

Finanzielle Vorsorge fürs Tier treffen.

Jeder Tierhalter möchte seinem Tier die möglichst beste tiermedizinische Versorgung zukommen lassen. Die Versorgungsleistungen für ein Tier sind stets optimiert worden, tierärztliche Kosten sind zwangsläufig gestiegen. Nötige Operationen, zum Beispiel in der Gelenkchirurgie, können heute schnell in den vierstelligen Euro-Bereich für den Tierbesitzer kommen. Bildgebende Diagnostik zur Voruntersuchung sowie Medikamente, Nachsorge, evtl. physiotherapeutische Maßnahmen schlagen zusätzlich zu Buche. Es gibt Tierarztpraxen und Kliniken,die eine Möglichkeiten der Ratenzahlung anbieten. Es ist ratsam, sich als Tierhalter hier vorweg zu erkundigen. Sinnvoll ist es auch, ein separates Konto einzurichten, auf dem man regelmäßig kleine Summen, die man entbehren kann, für den „Fall der Fälle“ zurücklegt. Unvorhersehbare Ereignisse wie z. B. ein Unfall oder eine langwierige Erkrankung können Tierhalter vor eine große finanzielle Herausforderung stellen. Die Bundestierärztekammer (BTK) empfiehlt deshalb Besitzern von Klein-/Heimtieren eine Tierkrankenversicherung. Ihre Tierarztpraxis/Tierklinik ist mit der Thematik vertraut und informiert Sie gerne über mehrere Möglichkeiten. Sinnvoll ist, sich schon im Vorfeld zu informieren. Falls es eine Tierkrankenversicherung sein soll, ist es ratsam, sich für die Auswahl Zeit zu nehmen, so die BTK. Faktoren wie Alter, Rasse, Vorerkrankungen und Haltung spielen eine wichtige Rolle. Die BTK rät, was im Versicherungsschutz enthalten sein sollte: freie Tierarztwahl, Therapiefreiheit des Tierarztes; Durchführung von regelmäßigen Prophylaxemaßnahmen wie Impfungen, Geriatrie, Screening und Gesundheitschecks; Operationen und deren Nachsorge; Kostenübernahme bis zum dreifachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), damit z. B. auch Notfälle und Unfälle abgedeckt sind. Und: Es sollte transparent sein, welche Leistungen und Kriterien vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind (z.B. Altersgrenze, Erbkrankheiten, chronische Krankheiten). Sep. 2019
Ihr Praxisteam!

 

Leishmaniose: Impfung möglich.

Die canine Leishmaniose ist eine schwerwiegende und leider oft tödlich verlaufende Krankheit des Hundes. Sie gehörte bisher zu den sogenannten Reisekrankheiten oder Mittelmeerkrankheiten. Bis vor kurzem kam eine Infektion in Deutschland selbst nicht vor, nur Hunde, die sich im Mittelmeerraum aufhielten, konnten sich mit Leishmaniose infizieren. Derzeit geht man von ca. 100.000 Leishmaniose positiven Hunden in Deutschland aus. Dies sind Hunde, die aus den entsprechenden Ländern importiert wurden oder Hunde, die ohne ausreichenden Schutz ins Ausland mitgereist sind. Aber es gibt neuerdings auch ganz vereinzelte Fälle von Hunden, die nie im Ausland waren und trotzdem eine Infektion zeigen. Der Überträger der Erkrankung ist die da¨mmerungs- und nachtaktive Schmetterlingsmu¨cke bzw. Sandfliege. Durch den Stich der infizierten Mücke wird der Erreger Leishmania infantum auf den Hund u¨bertragen. Die Mücke gibt es vor allem in den mediteranen Ländern wie Frankreich, Spanien und Italien. Jedoch kommt durch den Klimawandel die Mücke immer weiter in unsere heimischen Breitengrade. Der bisher nördlichste Fund der Mücke ist Gießen. Die Mücke ist inzwischen in Süddeutschland und in einigen kleineren Gebieten entlang des Rheins heimisch geworden. Erste Symptome der Leishmaniose treten nach etwa 3 bis 18 Monaten auf. Selten kann der Erreger jedoch auch jahrelang in einem Ruhestadium verharren. Das Krankheitsbild reicht von Veränderungen der Haut bis hin zu schweren Allgemeinerkrankungen, bei denen Lymphknoten, Milz, Leber und Knochenmark befallen werden. Die Therapie eines erkrankten Hundes erfordert spezielle Medikamente, welche die Symptome der Erkrankung lindern, den Hund aber nicht heilen können. Es ist häufig eine lebenslange Therapie des Hundes erforderlich. Wird die Leishmaniose nicht behandelt, sterben 90% der infizierten Hunde innerhalb der ersten zwölf Monate häufig durch ein Nierenversagen. Gegen Leishmaniose gibt es einen Impfstoff. Eine Schutzimpfung gegen die Leishmaniose gehört sicherlich nicht zur Standardimpfung für Hunde. Ein Hund, der häufig in Leishmaniose-Gebiete reist, könnte durch die Impfung schon jetzt entsprechend geschützt werden. Eine Prophylaxe mit einem repellenten Präparat (d.h. die Mücke wird abgeschreckt und verla¨sst den behandelten Hund), welches dem Hund aufgetragen wird, ist trotz Impfung zwingend erforderlich. Beugen Sie mit Spot-On-Präparaten oder Halsbändern vor. August 2019
Ihr Praxisteam!

Hunde sind durch Mückenarten gefährdet.

Mücken kommen rund um den Globus vor und sind zum Teil berühmt berüchtigt. Je nach Art können sie beim Blutsaugen unterschiedliche Erreger auf Hunde übertragen: Stechmücken etwa die Larven von Haut- und Herzwürmern, Sandmücken den Erreger der Leishmaniose (Hinweis der Redaktion: Sandmücken sind so klein, dass sie handelsübliche Insektengitter passieren können). Ein Schutz vor ihnen ist vor allem für Hunde wichtig, die mit ihrer Familie in den Süden reisen, denn dort sind die von Mücken auf Hunde übertragenen Erkrankungen schon jetzt weit verbreitet. Aber auch Hunde aus Spanien, Italien oder Griechenland, die in Deutschland ein neues Zuhause gefunden haben, können unbemerkt Parasiten wie Herz- und Hautwürmer in sich tragen. Grundsätzlich ist es daher ratsam, Hunde aus dem Ausland bereits vor ihrer Einreise nach Deutschland auf bestimmte Erkrankungen zu testen, um das Risiko einer Verbreitung von gefährlichen Parasiten zu verringern. Da es jedoch auch noch kurz vor Abreise zum Stich einer infektiösen Mücke kommen kann, sollte ein Tierarzt etwa 6-8 Monate nach Ankunft in der neuen Heimat auf jeden Fall einen Nachtest machen. Werden Herzwurmlarven im Blut gefunden, können diese mit einem speziellen Präparat aus der Tierarztpraxis behandelt werden. Um eine mögliche Übertragung bis zum Ausschluss einer bestehenden Infektion zu vermeiden, ist die lückenlose Anwendung abwehrender Antiparasitenmittel sinnvoll. Lassen Sie sich bei Ihrem Tierarzt beraten.August 2019
Ihr Praxisteam!

Wo befinden sich Zecken?

Zecken begeben sich in Bodennähe bis in etwa einem Meter Höhe auf Beutesuche. Sie finden sich in freier Natur vor allem auf naturbelassenen Wiesen, in Sträuchern an Wegesrändern oder im Unterholz von Waldgebieten. Also genau dort, wo Hunde ihre Spaziergänge besonders genießen, weil es viel zu entdecken und zu erschnüffeln gibt. Teilweise leben sie sogar in unseren Gärten.
Warum sind Zecken gefährlich?
Beim Blutsaugen können Zecken mit ihrem Speichel gefährliche Krankheitserreger übertragen. Viele kennen etwa die von Zecken übertragenen Erkrankungen Borreliose und FSME. Hunde können sich mit Borrelien infizieren und hierdurch z. B. chronische Gelenkserkrankungen entwickeln. Zu einer Erkrankung durch FSME-Viren kommt es hingegen nur selten, diese kann dann aber schwerwiegend verlaufen. Relevant für Hunde sind hierzulande besonders die Erkrankungen Anaplasmose und Babesiose. Bei der Anaplasmose handelt es sich um eine fieberhafte Allgemeinerkrankung, bei der auch die Gelenke und das Nervensystem betroffen sein können. Bei der Babesiose werden die roten Blutkörperchen des Hundes befallen und dies kann zu einer lebensbedrohlichen Blutarmut führen.
Wie kann ich meinen Hund vor Zecken schützen?

Um das Tier vor gefährlichen Erkrankungen zu schützen, sollte der Hund mit einem wirksamen Anti-Zeckenmittel behandelt werden – wenigstens durchgehend vom Frühjahr bis zum Spätherbst. Besonders geeignet sind Anti-Zeckenmittel, die die meisten Blutsauger bereits vor dem Stich abwehren und anschließend abtöten. Entsprechende Präparate gibt es beim Tierarzt in Form von Spot-ons, Halsbändern oder Tabletten. Juli 2019
Ihr Praxisteam!

Tierarzt-Besuch: Welpen spielerisch heranführen.

Herzerfrischend sind sie und offen für alles Neue: Welpen entdecken ihre Welt mit großer Neugier. Auch der Besuch in einer Tierarztpraxis kann für Welpen eher „Spannung und Abenteuer“ bedeuten als „Angst und Verunsicherung“.
Deshalb ist es hilfreich, wenn Ihr kleiner Welpe schon vor einer Untersuchung oder der wichtigen Impfung einige Male in die Praxis kommt – einfach nur um sie zu „beschnuppern“, Streicheleinheiten und Leckerchen abzustauben. Planen Sie ab und zu solche „Stippvisiten“ ein, damit der Welpe von der Praxis und seinen Menschen einen positiven Eindruck bekommt. Dann gestalten sich die Untersuchung und die Impfung umso entspannter. Bei der Erstkontrolle begutachtet der Tierarzt Augen, Ohren und Nase auf Sekretspuren, die Indizien für eine Entzündung sein können.
Das Gebiss, evtl. Fehlstellungen und auch das Stadium des Zahnwechsels werden gecheckt.Zudem wird das Fell begutachtet und auf Parasiten untersucht. Alle Köperteile tastet der Mediziner zur Kontrolle ab, auch die Geschlechtsteile. Beim Rüden überprüft er, ob sich die beiden Hoden im Hodensack befinden. Auch die Überprüfung der Herztöne gehört zum ersten Ihr Praxisteam!

 

Infektion immer abklären lassen.

„Da ist es wieder!“ Die neunjährige Lisa ist ganz aufgeregt, denn ihre geliebte Schäferhündin Judy hustet in einer Tour. Es klingt heiser und erinnert an einen Hustenanfall. Was kann das nur sein? „Infektiöse Tracheobronchitis oder auch Zwingerhusten genannt“, diagnostiziert die Tierärztin. „Aber Judy lebt doch gar nicht im Zwinger, sondern bei uns im Haus!?“
Der Name ist irreführend, dennoch kann jeder Hund betroffen sein. Die Bezeichnung rührt daher, dass die Ansteckungsgefahr im Zwinger, wo sich mehrere Hunde aufhalten, besonders groß ist. Da die Übertragung durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Beschnuppern) erfolgt, ist der Zwingerhusten unter Hunden äußerst ansteckend.
Für den Menschen besteht keine Gefahr. Gerade an Orten, wo viele Hunde zusammenkommen, z.B. in Hundeschulen, auf Ausstellungen oder in Tierpensionen, kann eine Ansteckung schnell erfolgen. Deshalb empfehlen Tierärzte je nach Lebenssituation des Hundes eine Impfung gegen Zwingerhusten.
Zu den Erregern gehören eine ganze Reihe von Viren und Bakterien (z.B. Parainfluenzavirus oder Bakterium bronchiseptica), die eine Infektion der Atemwege hervorrufen.Umweltfaktoren wie Stress, zu niedrige oder zu hohe Temperaturen können dazu beitragen, dass der Hund erkrankt. Ein direktes Heilmittel gibt es nicht. Bei Schäferhündin Judy setzt die Tierärztin Antibiotika und Hustenmittel ein, um die Anfälle zu kontrollieren. Die Erkrankung ist dann nach einigen Wochen vergessen. Absolute Ruhe für den Hund unterstützt den Heilungsprozess. Besonders bei älteren, sehr jungen oder geschwächten Tieren kann der Zwingerhusten lebensgefährlich werden, z.B. wenn sich im Anschluss eine Lungenentzündung entwickelt. Fragen Sie Ihre/n Tierärztin/Tierarzt, ob eine Impfung im Fall Ihres Tieres sinnvoll ist oder nicht. Als allgemeine Prophylaxe gilt: Ausgewogene Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft, damit das Immunsystem gestärkt ist Ihr Praxisteam!

Haarlose Stellen, Schuppen, Krusten.

Genau wie der Mensch können auch Tiere an Hautpilzen erkranken, die sich in der Haut und den Haaren des Tieres entwickeln. Eine Hautpilzinfektion, die sogenannte Dermatophytose, gilt bei Hunden und Katzen als eine der häufigsten infektiösen Hautkrankheiten. Wie stecken sich die Tiere an? – Hautpilze werden in Form winziger Sporen übertragen. Ist ein Tier infiziert, verteilen sich diese Sporen über die Haare leicht in der Umgebung und können hier über Jahre hinweg infektiös bleiben. Hunde und Katzen stecken sich dadurch an, dass sie entweder direkt mit einem infizierten Tier oder auch mit Gegenständen in Kontakt kommen, die mit Pilzsporen verunreinigt sind. Hierzu zählen beispielsweise Decken, Körbe, Halsbänder, Bürsten oder Transportboxen, aber auch Böden und Möbelstücke. Grundsätzlich können alle Hunde- und Katzenrassen an einem Hautpilz erkranken. Allerdings führt nicht jeder Kontakt mit den Pilzsporen zwangsläufig zu einer Infektion. Als besonders gefährdet gelten sehr junge, alte oder kranke Tiere sowie Tiere mit einem geschwächten Immunsystem. Auch ein Befall mit Parasiten, zum Beispiel Flöhen, Zecken oder Milben, gilt als Risikofaktor. Darüber hinaus können schlechte Haltungsbedingungen, falsche Fütterung oder Stress die Wahrscheinlichkeit einer Pilzinfektion erhöhen. Typische Anzeichen für eine Infektion – Eine Pilzinfektion ist oft schwer zu erkennen. Beschwerden wie Haarausfall, struppiges Fell, Schuppen- oder Krustenbildung sowie kleine Papeln und Pusteln können auf eine Hauterkrankung hindeuten. Die oftmals runden, haarlosen Stellen befinden sich häufig im Bereich des Gesichts, an den Ohren und den Gliedmaßen. Hundebesitzern fällt bei einer Pilzinfektion manchmal eine knotenartige Entzündung an Nase oder Pfoten ihres Tieres auf, das „Kerion“. Bei Hautpilzverdacht zum Tierarzt! – Die Pilze sind leicht auf andere Tiere, aber auch auf Menschen übertragbar. Der Tierarzt wird zunächst überprüfen, ob tatsächlich eine Pilzinfektion vorliegt, u.a. mit einer Laboruntersuchung. Sobald die Diagnose vorliegt, müssen Tierbesitzer ihr Tier konsequent für mindestens 6 bis 8 Wochen mit Arzneimitteln behandeln, die die Pilze abtöten. Dabei kommen sowohl Tabletten/Saft als auch äußerlich wirkende Medikamente zum Einsatz, die auf die gesamte Haut – also auch auf nicht befallene Bereiche – aufgetragen werden müssen. Zur Kontrolle wird nach etwa vier Wochen eine erneute Laboruntersuchung anstehen. Ebenso wichtig wie die medikamentöse Behandlung ist es, die Umgebung des Tieres gründlich mit geeigneten Desinfektionsmitteln zu reinigen. Ihr Praxisteam!

Mundgeruch: Wichtiger Hinweis für Tierbesitzerh

Mira schmust für ihr Leben gern. Es gibt für die Katze nichts Schöneres als zu flirten. Was deshalb gar nicht gut ankommt, ist Mundgeruch. Abgesehen davon, dass der übel riechende Atem aus dem Schnäuzchen des Tieres unangenehm ist, deutet er in der Regel auf Entzündungen des Zahnfleisches (Gingivitis) hin.Nach der Fütterung bleiben bei den Tieren Futterreste an den Zähnen oder in den Zahnzwischenräumen zurück. In der Maulhöhle der Katzen gibt es eine Vielzahl von Bakterien, die sich an der Zahnoberfläche festsetzen und vermehren. Zusammen mit Nahrungsresten entstehen klebrige Beläge. Wenn sich nun zusätzlich Mineralsalze aus dem Speichel ablagern, wird aus dem Belag Zahnstein. Dieser ist gelb, ocker, braun oder grau und ist zuerst an der Außenfläche der Fang- und Backenzähne zu sehen. Die Reibung des Zahnsteins sowie die in den Plaque-Bakterien enthaltenen Giftstoffe können Zahnfleischentzündungen hervorrufen. Am Zahnfleisch ist dann eine schmale Rötung zu sehen. Ohne Behandlung geht das Zahnfleisch zurück (Parodontose), die Zähne fallen aus oder müssen gezogen werden. Gefährlich sind Plaque-Bakterien und ihre Gifte, weil sie Magen-Darm-Erkrankungen oder Herzprobleme verursachen können. Wie kann man vorbeugen? Lassen Sie die Zähne jährlich, besser halbjährlich kontrollieren. Der Tierarzt erkennt Erkrankungen im Ansatz. Für Menschen wie für Tiere sind das Entfernen von Zahnstein und die anschließende Politur eine sinnvolle Maßnahme.
Effektiv ist das Zähneputzen mit speziellen Bürsten und Pasten. Ihr Praxisteam!

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