Aktuelles

Zecken: ein Überblick.

Warum sind Zecken eigentlich so gefürchtet? Hier einige wichtige Infos rund um die Parasiten, die jeder Tierhalter kennen sollte, um sich und seinen Vierbeiner zu schützen:
Wo befinden sich Zecken? Zecken begeben sich in Bodennähe bis in etwa einem Meter Höhe auf Beutesuche. Sie finden sich in freier Natur vor allem auf naturbelassenen Wiesen, in Sträuchern an Wegesrändern oder im Unterholz von Waldgebieten. Also genau dort, wo Hunde ihre Spaziergänge besonders genießen, weil es viel zu entdecken und zu erschnüffeln gibt. Teilweise leben sie sogar in unseren Gärten.
Warum sind Zecken gefährlich?
Beim Blutsaugen können Zecken mit ihrem Speichel gefährliche Krankheitserreger übertragen. Viele kennen etwa die von Zecken übertragenen Erkrankungen Borreliose und FSME. Hunde können sich mit Borrelien infizieren und hierdurch z. B. chronische Gelenkserkrankungen entwickeln. Zu einer Erkrankung durch FSME-Viren kommt es hingegen nur selten, diese kann dann aber schwerwiegend verlaufen. Relevant für Hunde sind hierzulande besonders die Erkrankungen Anaplasmose und Babesiose. Bei der Anaplasmose handelt es sich um eine fieberhafte Allgemeinerkrankung, bei der auch die Gelenke und das Nervensystem betroffen sein können. Bei der Babesiose werden die roten Blutkörperchen des Hundes befallen und dies kann zu einer lebensbedrohlichen Blutarmut führen.
Wie kann ich meinen Hund vor Zecken schützen?
Um das Tier vor gefährlichen Erkrankungen zu schützen, sollte der Hund mit einem wirksamen Anti-Zeckenmittel behandelt werden – wenigstens durchgehend vom Frühjahr bis zum Spätherbst. Besonders geeignet sind Anti-Zeckenmittel, die die meisten Blutsauger bereits vor dem Stich abwehren und anschließend abtöten. Entsprechende Präparate gibt es beim Tierarzt in Form von Spot-ons, Halsbändern oder Tabletten. Ihr Praxisteam!

Tierarzt-Besuch: Welpen spielerisch heranführen.

Herzerfrischend sind sie und offen für alles Neue: Welpen entdecken ihre Welt mit großer Neugier. Auch der Besuch in einer Tierarztpraxis kann für Welpen eher „Spannung und Abenteuer“ bedeuten als „Angst und Verunsicherung“.
Deshalb ist es hilfreich, wenn Ihr kleiner Welpe schon vor einer Untersuchung oder der wichtigen Impfung einige Male in die Praxis kommt – einfach nur um sie zu „beschnuppern“, Streicheleinheiten und Leckerchen abzustauben. Planen Sie ab und zu solche „Stippvisiten“ ein, damit der Welpe von der Praxis und seinen Menschen einen positiven Eindruck bekommt. Dann gestalten sich die Untersuchung und die Impfung umso entspannter. Bei der Erstkontrolle begutachtet der Tierarzt Augen, Ohren und Nase auf Sekretspuren, die Indizien für eine Entzündung sein können.
Das Gebiss, evtl. Fehlstellungen und auch das Stadium des Zahnwechsels werden gecheckt.Zudem wird das Fell begutachtet und auf Parasiten untersucht. Alle Köperteile tastet der Mediziner zur Kontrolle ab, auch die Geschlechtsteile. Beim Rüden überprüft er, ob sich die beiden Hoden im Hodensack befinden. Auch die Überprüfung der Herztöne gehört zum ersten Ihr Praxisteam!

Infektion immer abklären lassen.

„Da ist es wieder!“ Die neunjährige Lisa ist ganz aufgeregt, denn ihre geliebte Schäferhündin Judy hustet in einer Tour. Es klingt heiser und erinnert an einen Hustenanfall. Was kann das nur sein? „Infektiöse Tracheobronchitis oder auch Zwingerhusten genannt“, diagnostiziert die Tierärztin. „Aber Judy lebt doch gar nicht im Zwinger, sondern bei uns im Haus!?“
Der Name ist irreführend, dennoch kann jeder Hund betroffen sein. Die Bezeichnung rührt daher, dass die Ansteckungsgefahr im Zwinger, wo sich mehrere Hunde aufhalten, besonders groß ist. Da die Übertragung durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Beschnuppern) erfolgt, ist der Zwingerhusten unter Hunden äußerst ansteckend.
Für den Menschen besteht keine Gefahr. Gerade an Orten, wo viele Hunde zusammenkommen, z.B. in Hundeschulen, auf Ausstellungen oder in Tierpensionen, kann eine Ansteckung schnell erfolgen. Deshalb empfehlen Tierärzte je nach Lebenssituation des Hundes eine Impfung gegen Zwingerhusten.
Zu den Erregern gehören eine ganze Reihe von Viren und Bakterien (z.B. Parainfluenzavirus oder Bakterium bronchiseptica), die eine Infektion der Atemwege hervorrufen.Umweltfaktoren wie Stress, zu niedrige oder zu hohe Temperaturen können dazu beitragen, dass der Hund erkrankt. Ein direktes Heilmittel gibt es nicht. Bei Schäferhündin Judy setzt die Tierärztin Antibiotika und Hustenmittel ein, um die Anfälle zu kontrollieren. Die Erkrankung ist dann nach einigen Wochen vergessen. Absolute Ruhe für den Hund unterstützt den Heilungsprozess. Besonders bei älteren, sehr jungen oder geschwächten Tieren kann der Zwingerhusten lebensgefährlich werden, z.B. wenn sich im Anschluss eine Lungenentzündung entwickelt. Fragen Sie Ihre/n Tierärztin/Tierarzt, ob eine Impfung im Fall Ihres Tieres sinnvoll ist oder nicht. Als allgemeine Prophylaxe gilt: Ausgewogene Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft, damit das Immunsystem gestärkt ist Ihr Praxisteam!

Haarlose Stellen, Schuppen, Krusten.

Genau wie der Mensch können auch Tiere an Hautpilzen erkranken, die sich in der Haut und den Haaren des Tieres entwickeln. Eine Hautpilzinfektion, die sogenannte Dermatophytose, gilt bei Hunden und Katzen als eine der häufigsten infektiösen Hautkrankheiten. Wie stecken sich die Tiere an? - Hautpilze werden in Form winziger Sporen übertragen. Ist ein Tier infiziert, verteilen sich diese Sporen über die Haare leicht in der Umgebung und können hier über Jahre hinweg infektiös bleiben. Hunde und Katzen stecken sich dadurch an, dass sie entweder direkt mit einem infizierten Tier oder auch mit Gegenständen in Kontakt kommen, die mit Pilzsporen verunreinigt sind. Hierzu zählen beispielsweise Decken, Körbe, Halsbänder, Bürsten oder Transportboxen, aber auch Böden und Möbelstücke. Grundsätzlich können alle Hunde- und Katzenrassen an einem Hautpilz erkranken. Allerdings führt nicht jeder Kontakt mit den Pilzsporen zwangsläufig zu einer Infektion. Als besonders gefährdet gelten sehr junge, alte oder kranke Tiere sowie Tiere mit einem geschwächten Immunsystem. Auch ein Befall mit Parasiten, zum Beispiel Flöhen, Zecken oder Milben, gilt als Risikofaktor. Darüber hinaus können schlechte Haltungsbedingungen, falsche Fütterung oder Stress die Wahrscheinlichkeit einer Pilzinfektion erhöhen. Typische Anzeichen für eine Infektion - Eine Pilzinfektion ist oft schwer zu erkennen. Beschwerden wie Haarausfall, struppiges Fell, Schuppen- oder Krustenbildung sowie kleine Papeln und Pusteln können auf eine Hauterkrankung hindeuten. Die oftmals runden, haarlosen Stellen befinden sich häufig im Bereich des Gesichts, an den Ohren und den Gliedmaßen. Hundebesitzern fällt bei einer Pilzinfektion manchmal eine knotenartige Entzündung an Nase oder Pfoten ihres Tieres auf, das „Kerion“. Bei Hautpilzverdacht zum Tierarzt! - Die Pilze sind leicht auf andere Tiere, aber auch auf Menschen übertragbar. Der Tierarzt wird zunächst überprüfen, ob tatsächlich eine Pilzinfektion vorliegt, u.a. mit einer Laboruntersuchung. Sobald die Diagnose vorliegt, müssen Tierbesitzer ihr Tier konsequent für mindestens 6 bis 8 Wochen mit Arzneimitteln behandeln, die die Pilze abtöten. Dabei kommen sowohl Tabletten/Saft als auch äußerlich wirkende Medikamente zum Einsatz, die auf die gesamte Haut – also auch auf nicht befallene Bereiche – aufgetragen werden müssen. Zur Kontrolle wird nach etwa vier Wochen eine erneute Laboruntersuchung anstehen. Ebenso wichtig wie die medikamentöse Behandlung ist es, die Umgebung des Tieres gründlich mit geeigneten Desinfektionsmitteln zu reinigen. Ihr Praxisteam!

Mundgeruch: Wichtiger Hinweis für Tierbesitzerh

Mira schmust für ihr Leben gern. Es gibt für die Katze nichts Schöneres als zu flirten. Was deshalb gar nicht gut ankommt, ist Mundgeruch. Abgesehen davon, dass der übel riechende Atem aus dem Schnäuzchen des Tieres unangenehm ist, deutet er in der Regel auf Entzündungen des Zahnfleisches (Gingivitis) hin.Nach der Fütterung bleiben bei den Tieren Futterreste an den Zähnen oder in den Zahnzwischenräumen zurück. In der Maulhöhle der Katzen gibt es eine Vielzahl von Bakterien, die sich an der Zahnoberfläche festsetzen und vermehren. Zusammen mit Nahrungsresten entstehen klebrige Beläge. Wenn sich nun zusätzlich Mineralsalze aus dem Speichel ablagern, wird aus dem Belag Zahnstein. Dieser ist gelb, ocker, braun oder grau und ist zuerst an der Außenfläche der Fang- und Backenzähne zu sehen. Die Reibung des Zahnsteins sowie die in den Plaque-Bakterien enthaltenen Giftstoffe können Zahnfleischentzündungen hervorrufen. Am Zahnfleisch ist dann eine schmale Rötung zu sehen. Ohne Behandlung geht das Zahnfleisch zurück (Parodontose), die Zähne fallen aus oder müssen gezogen werden. Gefährlich sind Plaque-Bakterien und ihre Gifte, weil sie Magen-Darm-Erkrankungen oder Herzprobleme verursachen können. Wie kann man vorbeugen? Lassen Sie die Zähne jährlich, besser halbjährlich kontrollieren. Der Tierarzt erkennt Erkrankungen im Ansatz. Für Menschen wie für Tiere sind das Entfernen von Zahnstein und die anschließende Politur eine sinnvolle Maßnahme.
Effektiv ist das Zähneputzen mit speziellen Bürsten und Pasten. Ihr Praxisteam!

Lebensqualität trotz Amputation

Bei Kater „Bärchen“ muss der Tierarzt aufgrund eines Tumors ein Hinterbein entfernen. Eine Maßnahme, die vielen Tierbesitzern zunächst äußerst schlimm erscheint. Sie befürchten, dass ihr Tier schwer behindert sein wird und somit keine adäquate Lebensqualität mehr hat. Doch besonders Katzen sind wahre Meister im Umgang mit Behinderungen. Deshalb ist eine nötige Amputation oder gar eine Erblindung kein Grund, eine Katze einzuschläfern. Durch schwere orthopädische oder neurologische Traumata oder Tumore kann ein solcher Eingriff vonnöten sein. Nach der Operation sind in der Anfangsphase noch hochwirksame Schmerzmittel nötig. Die operative Maßnahme ermöglicht dem Tier, schmerz- und beschwerdefrei zu sein. In der Regel findet das Tier schnell wieder ins Leben. Dabei kommen gerade Haustiger mit ihren drei Beinen extrem gut zurecht. Das Tier muss sich auch erst einmal an die neue Situation gewöhnen. Gleichgewichtsprobleme sind zu Beginn ganz normal. Schon nach zwei bis vier Wochen ist die Katze in ihrer Beweglichkeit kaum noch von dem gesunden Tier zu unterscheiden. Dem nicht informierten Beobachter fällt es sogar in der Regel gar nicht auf, dass dem Tier ein Bein fehlt. Tierarztpraxen berichten davon, dass die Katzen sogar wieder Mäuse fangen, klettern und auf ihrem Kratzbaum sitzen – wie sie es früher getan haben. Dass eine Mieze wie Kater „Bärchen“ das Bein verlieren könnte, ist nicht selten. Möglich sind auch Autounfälle oder die Katze ist in eine verbotene Schlagfalle hineingeraten. Innerhalb von vier Wochen war „Bärchen“ wieder munter und konnte sein Leben genießen – ein Gewinn für den Kater. Ihr Praxisteam!

Aktuelle Kaninchenimpfempfehlung

Liebe Kaninchenbesitzer, wir würden Ihnen gerne wieder einen kurzen Zwischenbericht zur aktuellen Seuchenlage geben.
Kaninchen haben es weiterhin nicht leicht…
Die nachfolgenden Infektionserkrankungen sind für viele Tierbesitzer bekannt, dennoch zuneh-mend problematisch.
Kaninchen können sich an Myxomatose oder an der Chinaseuche (RHD 1 + RHD 2), entweder durch direkten Kontakt mit einem infizierten Tier oder auf indirektem Weg durch Fluginsekten (Mücken, Fliegen), Kontakt mit Kot/Urin/Hautkrusten, vielleicht auch durch die kontaminierte Umwelt infizieren.
1. Myxomatose: Diese Erkrankung ist jetzt leider nichts Neues. Aber wir sehen derzeit wieder ein vermehrtes Aufkommen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Ihr Tier regelmäßig geimpft wird.!!!
Nichtgeimpfte Privatkaninchen, Wildkaninchen erkranken so schwer, dass sie entweder verhungern, weil durch massive Augenschwellungen, Lungenentzündungen und durch die Ent-kräftung keine normale Nahrungsaufnahme mehr stattfinden kann oder sie werden Tierärzten von aufmerksamen Tierfreunden vorgestellt, die dem Leid durch eine Euthanasie ein gnaden-volleres Ende bereiten können.
Geimpfte Tiere: können leider in unserem Gebiet ebenfalls erkranken (hoher Infektionsdruck), haben aber mit sofortiger, symptombezogener Behandlung eine gute Chance zu überleben.
Abhilfe: Impfungen!!!!, regelmäßige Auffrischungen der Impfungen, ggf. zur noch besseren Sicher-heit alle 4 Monate.
Ab diesem Jahr impfen wir Myxomatose aufgrund des Infektionsdruckes im besten Fall mit ver-kürztem Impfintervall, mindestens alle 6 Monate, besser alle 4 Monate.
Unser Rat: Wir legen Ihnen dringend ans Herz, Ihr Tier alle 4 Monate gegen Myxomatose impfen zu lassen.
2. RHD-1: (Chinaseuche) Auch diese Viruserkrankung gibt es noch. Leider versterben auch an dem älteren Virus immer noch Tiere. Aufgrund der Medienaufmerksamkeit hinsichtlich des neuen Virusstammes vielleicht mit dem falschen Namen. Nur eine Organuntersuchung und ein Erregernachweis im Labor gibt Aufschluss über den Virustyp!!!
Abhilfe: Impfungen!!!!,
Unser Rat: halbjährliche Impfungen, wenn die Kaninchen grundimmunisiert sind bzw. wurden.
3. RHD-2: Diese neue Virusvariante ist in aller Kaninchenbesitzermunde. In sämtlichen sozialen Netzwerken wird darüber heiß diskutiert.
Kurze Erklärung, kurze Antworten bezüglich dieser neuen Gefahr:
Die Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD) ist eine seit Jahren bekannte Erkrankung in Deutschland, gegen die auch seit Jahren sehr effektiv geimpft wird. Im Sommer 2010 traten in Frankreich später auch in Italien und seit 2013 auch in Deutschland vermehrt Todesfälle in der geimpften Kaninchen-population auf, bei dem man eine neue Mutation des RHD-Virus (RHDV2) nachweisen konnte. Mittlerweile gibt es eine europaweite Ausdehnung.
Das mutierte Calicivirus zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass auch Feldhasen sich infizieren können und es fast zu einer Sterblichkeit von 100 % nach 2 Tagen führt. Perakut, bedeutet ohne sichtbare Krankheitszeichen, liegen die betroffenen Tiere plötzlich tot im Stall.
Abhilfe: Impfungen!!!
Einige derzeit verfügbaren Impfstoffe als Einzelkomponente bieten einen gewissen Schutz gegen diese neue Variante. Allerdings nur wenn Sie nach 3 Wochen geboostert (erneut geimpft) und dann auch in den entsprechenden Intervallen (halbjährlich) regelmäßig wiederaufgefrischt wurden.
Eine neue Möglichkeit zum Schutz gegen den neuen Virusstamm ist eine neue Impfung.
Diese Impfung ist speziell für die neue Virusvariante hergestellt und ist ab sofort in Deutschland unter dem Namen Eravac erhältlich.
Dieser Impfstoff wird in der Regel bei Jungtieren 2x im Abstand von 6 Wochen und dann später halbjährlich geimpft.
Bei älteren Tieren ist laut Impfstoffhersteller eine Boosterung nach 6 Wochen nicht zwingend erforderlich, aus immunologischer Sicht aber dringend zu empfehlen.
Um Ihnen diesen Sachverhalt näher zu bringen, bieten wir Ihnen eine Übersicht über unsere, in diesem Jahr geplanten Impftermine an.
Bitte melden Sie sich dafür schnellstmöglich verbindlich an.
Wir impfen in folgenden Intervallen:
Myxomatose:
Jungtiere ab der 4. Lebenswoche, nicht geimpfte oder nicht im richtigen Intervall geimpfte Tiere bekommen eine Grundimmunisierung:
2x im Abstand von 4 Wochen und danach halbjährlich, besser noch alle 4 Monate
Ältere, regelmäßig geimpfte Tiere werden halbjährlich, besser noch alle 4 Monate weitergeimpft.
RHD1:
Jungtiere ab der 4. Lebenswoche, nicht geimpfte oder nicht im richtigen Intervall geimpfte Tiere bekommen eine Grundimmunisierung:
2x im Abstand von 4 Wochen und danach halbjährlich.
Ältere, regelmäßig geimpfte Tiere werden halbjährlich weitergeimpft.
RHD2: (neue Virusvariante)
Jungtiere ab der 4. Lebenswoche bekommen eine Grundimmunisierung:
2x im Abstand von 6 Wochen und danach halbjährlich. Ältere, regelmäßig geimpfte Tiere werden halbjährlich geimpft
(Wir empfehlen aus immunologischer Sicht dennoch bei einer Erstimpfung eine Boosterung nach 6 Wochen, da verlässliche Langzeitstudien derzeit noch fehlen.)

Sollten Sie Ihr Kaninchen lieb haben, so schützen Sie es!!!!!
Lassen Sie Impfen, kontrollieren Sie regelmäßig (mind.1-2x pro Tag) den Gesundheitszustand Ihres Tieres und die Käfighygiene und achten Sie im Sommer auf Verletzungen oder Entzündungen jeglicher Art, denn leider sehen wir Fliegenmaden jedes Jahr bei unseren Langohren… Für alle weiteren Fragen, stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.
Ihr Praxisteam!

Liebe Kaninchenbesitzer,

wir würden Ihnen gerne wieder einen kurzen Zwischenbericht zur aktuellen Seuchenlage geben. Kaninchen haben es derzeit nicht leicht…
Nicht nur dass ihnen die Hitze zu schaffen macht, auch die Erkrankungen, die u.a. durch Insekten übertragen werden, nehmen deutlich zu.

1. Madenbefall: Viele Kaninchen werden in den warmen Sommermonaten von Fliegen als Opfer gesehen. Diese kleinen Flugungeheuer setzen sich am liebsten auf feuchtes Fell, kleinste Verletzungen, die kaum sichtbar unter dem Fell sich befinden, werden als Nistplatz für Ihre Nachkommen missbraucht. Nach kurzer Zeit entwickeln sich aus den Fliegeneier kleinste Fliegenmaden, die sich durch das Fressen von Kaninchenhaut/Kaninchenfell ernähren und dann das Kaninchen als Futtertier missbrauchen, was dann zur Folge hat, dass das befallene Kaninchen sehr schwer erkrankt und teilweise eingeschläfert werden muss, da sich die fiesen Fliegenmaden bis in den Bauchraum reingefressen haben und der Hoppler von innen quasi aufgefressen wird.


Abhilfe: Täglich Kontrolle des Tieres, am besten 2x (morgens und abends) auf Verletzungen, Kotverschmierungen, Urinverschmutzungen, Umgebungskontrolle, Käfigkontrolle auf Nässe, Kot etc., Fliegennetze über Käfige/Ausläufe (auch in der Wohnung) Siehe Foto Madenbefall.



2. Myxomatose: Diese Erkrankung ist jetzt leider nichts Neues. Aber wir sehen derzeit wieder ein vermehrtes Aufkommen.
Symptome: geschwollene Augen
verdickte Ohren
Geschwollene Genitalien
Hautveränderung Kopfbereich.


Nichtgeimpfte Privatkaninchen, Wildkanichen erkranken so schwer, dass sie entweder verhungern, weil durch massive Augenschwellungen, Lungenentzündungen und durch die Entkräftung keine normale Nahrungsaufnahme mehr stattfinden kann, oder sie werden Tierärzten von aufmerksamen Tierfreunden vorgestellt, die dem Leid durch eine Euthanasie ein gnadenvolleres Ende bereiten können.

Geimpfte Tiere: können leider in unserem Gebiet ebenfalls erkranken (hoher Infektionsdruck), haben aber mit sofortiger, symptombezogener Behandlung eine gute Chance zu überleben.

Abhilfe: Impfungen!!!!, regelmäßige Auffrischungen von Impfung, ggf. zur noch besseren Sicherheit alle 4 Monate.
(Wir werden ab nächstem Jahr dies unseren Kaninchenbesitzern dringend ans Herz legen, da dieses Jahr die Erkrankungsrate bei gut geimpften Tieren extrem zugenommen hat. Zum Glück derzeit noch mit Heilungstendenzen!)

3.RHD -1: Auch diese Viruserkrankung gibt es noch. Leider versterben auch an dem älteren Virus immer noch Tiere. Aufgrund der Medienaufmerksamkeit hinsichtlich des neuen Virusstammes, vielleicht mit dem falschen Namen.
Nur eine Organuntersuchung und ein Erregernachweis im Labor gibt Aufschluss über den Virustyp!!! Abhilfe: Impfungen!!!!

4.RHD-2: Diese neue Virusvariante ist in aller Kaninchenbesitzermunde. In sämtlichen sozialen Netzwerken wird darüber heiß diskutiert.

Kurze Erklärung, kurze Antworten bezüglich dieser neuen Gefahr:
Die Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD) ist eine seit Jahren bekannte Erkrankung in Deutschland, gegen die auch seit Jahren sehr effektiv geimpft wird. RHD- 2 Im Sommer 2010 traten in Frankreich später auch in Italien und seit 2013 auch in Deutschland vermehrte Todesfälle in der geimpften Kaninchenpopulation auf, bei dem man eine neue Mutation des RHD-Virus (RHDV2) nachweisen konnte. Mittlerweile gibt es fast eine europaweite Ausdehnung. Das mutierte Calicivirus zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass auch Feldhasen sich infizieren können, und es fast zu einer 100 % Sterblichkeit nach 2 Tagen führt. Perakut, bedeutet ohne fast sichtbare Krankheitszeichen liegen die betroffenen Tiere plötzlich tot im Stall.

Abhilfe: Impfungen!!!
Einige derzeit verfügbaren Impfstoffe, als Einzelkomponente bieten einen gewissen Schutz gegen diese neue Variante. Allerdings nur wenn Sie nach 4 Wochen geboostert (erneut geimpft) und dann auch in den entsprechenden Intervallen regelmäßig wiederaufgefrischt wurden. (Um hier an dieser Stelle keine Firmenwerbung zu machen, fragen Sie diesbezüglich Ihren fachkundigen Tierarzt).

Eine neue Möglichkeit zum Schutz gegen den neuen Virusstamm ist eine neue Impfung.
Diese Impfung ist speziell für die neue Virusvariante hergestellt, darf derzeit nur mit einer Ausnahmegenehmigung und mit bestimmten Auflagen geimpft werden. (Fragen Sie auch diesbezüglich Ihren Tierarzt).

Da wir hier im Ruhrgebiet leider einen enormen Infektionsdruck haben und es derzeit in Deutschland ein Impfstoffherstellungsproblem gibt, dürfen wir aufgrund dieser Ausnahmegenehmigung zusätzlich zum normalen Impfstoff einen neuen RHD V 2 Impfstoff aus dem Ausland benutzen.

Dieser Impfstoff wird in der Regel bei Jungtieren 2x im Abstand von 6 Wochen und dann später halbjährlich geimpft. Bei älteren Tieren ist laut Impfstoffhersteller eine Boosterung nach 6 Wochen nicht zwingend erforderlich, aus immunologischer Sicht aber dringend zu empfehlen.

Leider muss man sagen, dass selbst die Impfstoffe aus dem Ausland aufgrund der europaweiten Ausbreitung in der Kaninchenpopulation mittlerweile zeitlich vergriffen sind und jede neue Produktion sehnsüchtig erwartet wird.

Sollten Sie also Ihr Kaninchen lieb haben, so schützen Sie es!!!!! Lassen Sie Impfen, kontrollieren Sie regelmäßig (mind.1-2x pro Tag) den Gesundhheitszustand Ihres Tieres und die Käfighygiene!!

Für alle weiteren Fragen, stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.
Ihr Praxisteam!

Kerstin Büttner
Postweg 118
46145 Oberhausen

Öffnungszeiten

Montag - Freitag
9.00 - 11.00 Uhr Terminsprechstunde
11.00 - 13. 00 Uhr offene Sprechstunde

15.00 - 17.00 Uhr offene Sprechstunde
17.00 - 19.00 Uhr Terminsprechstunde
Tel.: 0208 696 46 88
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